Mo., 15.12.2025 , 10:38 Uhr

13-Jährige nach Unfall an Haltestelle schwer verletzt

Schwerer Straßenbahnunfall in Dresdner Südvorstadt

In der Dresdner Südvorstadt ist ein 13-jähriges Mädchen von einer Straßenbahn erfasst und eingeklemmt worden. Die Feuerwehr rettete die Verletzte mit großem technischem Aufwand.

Dresden - Am Montagmorgen, dem 15. Dezember 2025, kam es in der Dresdner Südvorstadt zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer Straßenbahn. Eine 13-jährige Jugendliche wurde dabei im Bereich einer Haltestelle an der Fritz-Löffler-Straße verletzt. Der Einsatz dauerte von etwa 07:38 Uhr bis 09:50 Uhr.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Mädchen aus bislang ungeklärter Ursache von einer Straßenbahn erfasst und zwischen dem Fahrzeug und dem Bahnsteig eingeklemmt. Zur Rettung der Patientin musste die Straßenbahn angehoben werden. Die Verletzte wurde zunächst vor Ort notärztlich versorgt und medizinisch stabilisiert.

Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen bestand die Gefahr einer Unterkühlung. Die Einsatzkräfte führten deshalb einen aktiven Wärmeerhalt durch. Hierfür kamen Decken sowie leistungsstarke Halogen-Scheinwerfer der Feuerwehr zum Einsatz. Parallel dazu schufen Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Altstadt die notwendige Baufreiheit für die technische Rettung, indem Teile des Geländers am Bahnsteig entfernt wurden.

Im weiteren Verlauf brachten die Spezialisten für Straßenbahnhilfeleistung der Feuer- und Rettungswache Albertstadt beidseitig hydraulische Heber an der Straßenbahn in Stellung und hoben das Fahrzeug an. Die Rettungsmaßnahmen mussten zwischenzeitlich kurz unterbrochen werden, da der Bahnsteig unter der hohen Last absackte und die Straßenbahn zu kippen drohte. Nach einer zusätzlichen Sicherung des Fahrzeugs konnte ein zweiter Hebevorgang durchgeführt und die Patientin schließlich erfolgreich befreit werden.

Anschließend wurde das Mädchen in einen Rettungswagen gebracht und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Die Straßenbahnfahrerin sowie Angehörige der Verletzten wurden vor Ort betreut. Darüber hinaus bestand Betreuungsbedarf für Ersthelfer sowie mehrere Schülerinnen und Schüler einer Oberschule, die auf dem Weg zur Schule Zeugen des Geschehens wurden.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Fritz-Löffler-Straße stadtauswärts in Richtung Autobahn vollständig gesperrt werden. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt und Altstadt, der Rettungswache Friedrichstadt, der B-Dienst sowie das Kriseninterventionsteam Dresden im Einsatz.