Freiberg/Oederan – Der Polizei ist im Landkreis Mittelsachsen ein umfangreicher Ermittlungserfolg gelungen. Das Polizeirevier Freiberg konnte rund zwei Dutzend Diebstahls- und Betrugsdelikte aufklären und eine 29-jährige Tatverdächtige ermitteln. Die Frau befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Das teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.
Insgesamt handelt es sich um einen Ermittlungskomplex mit 26 Fällen, die sich zwischen April und September 2025 überwiegend im Stadtgebiet Freiberg sowie in Oederan ereigneten. Die Ermittlungen wurden an die Staatsanwaltschaft Chemnitz übergeben.
Der Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, Anfang Mai 2025 in eine Wohnung am Freiberger Wasserberg eingedrungen zu sein, während die Bewohner schliefen. Aus einer Tasche im Flur entwendete sie Bargeld und eine Kreditkarte, mit der sie anschließend Zahlungen und Bargeldabhebungen in Höhe von rund 3.000 Euro tätigte. Den Wohnungsschlüssel soll sie zuvor aus dem Treppenhaus entwendet haben, wo dieser als Notfallschlüssel hinterlegt war.
Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Frau Mitte Juni 2025 für zwei weitere Wohnungseinbrüche tatverdächtig ist. In der Langen Straße soll sie gewaltsam in eine Wohnung eingedrungen sein und Bargeld, Schmuck, Zigaretten sowie eine Geldkarte im Gesamtwert von etwa 13.000 Euro gestohlen haben. Mit der Karte hob sie anschließend 1.000 Euro ab. Videoaufnahmen sowie gesicherte DNA-Spuren erhärteten den Tatverdacht.
Ein weiterer Einbruch ereignete sich in der Tschaikowskistraße. Dort soll die Beschuldigte einen im Briefkasten deponierten Wohnungsschlüssel genutzt und ein Portemonnaie entwendet haben. Die darin enthaltene Geldkarte setzte sie noch in derselben Nacht mehrfach ein. Der entstandene Schaden lag bei rund 300 Euro.
Mitte Juli 2025 fanden Polizisten zudem in einem Gebüsch am Wasserberg zahlreiche Gegenstände, darunter Briefe, Geldkarten und Ausweise fremder Personen. Diese Funde führten zu weiteren Ermittlungen, unter anderem zu einem Wohnungseinbruch in Oederan im April 2025. Auch hier nutzte die Tatverdächtige erbeutete Geldkarten widerrechtlich.
Darüber hinaus wird der 29-Jährigen vorgeworfen, seit dem Frühjahr 2025 in mindestens sieben Fällen Geldkarten aus Briefkästen entwendet zu haben. Die Taten ereigneten sich unter anderem in der Pfarrgasse, Frauensteiner Straße, Tschaikowskistraße, Maxim-Gorki-Straße, Fischerstraße und im Bertholdsweg in Freiberg. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.
Im Oktober 2025 wurde die Frau festgenommen, nachdem auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl durch das zuständige Amtsgericht erlassen worden war. Teilweise legte die Beschuldigte Geständnisse ab. Nach Angaben der Polizei nutzte sie die Erlöse aus den Taten zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts und für den Konsum von Betäubungsmitteln. Der insgesamt verursachte Stehlschaden wird auf mindestens 20.000 Euro geschätzt.