Seit dem 1. März 2011 gibt es in Leipzig eine Umweltzone. Sie wurde als Teil der Maßnahmen zur Luftreinhaltung eingeführt und umfasst rund 62 Prozent des Leipziger Stadtgebietes. Innerhalb der Zone dürfen grundsätzlich nur Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette oder einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung fahren. Ziel der Regelung ist es, den Ausstoß von Luftschadstoffen durch den Straßenverkehr zu begrenzen und damit die Luftqualität in der Stadt zu verbessern.
Auch mehr als 15 Jahre nach ihrer Einführung ist die Umweltzone damit Bestandteil der Leipziger Verkehrspolitik. Doch wie wichtig ist den Menschen in der Stadt, dass die Regelung bestehen bleibt? Dieser Frage ist unser Leipziger Forschungspartner O.trend im Rahmen der „Frage der Woche“ nachgegangen.
Die Ergebnisse zeigen eine mehrheitlich positive Haltung gegenüber der Umweltzone. 30,9 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Beibehaltung der Umweltzone sehr wichtig ist. Weitere 26,5 Prozent halten sie für wichtig. Zusammengenommen sind das rund 57 Prozent.
19,6 Prozent positionieren sich weder für noch gegen die Umweltzone und antworten mit „weder noch“. Für 9,9 Prozent ist ihre Beibehaltung weniger wichtig. 13,1 Prozent halten sie für überhaupt nicht wichtig.
Damit stehen rund 57 Prozent, die der Umweltzone eine hohe Bedeutung beimessen, etwa 23 Prozent gegenüber, für die ihr Fortbestand weniger oder überhaupt nicht wichtig ist.
Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Für die Auswertung wurde jeweils betrachtet, welcher Anteil die Beibehaltung der Umweltzone als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ einstuft.
Am höchsten ist dieser Wert bei den 40- bis 49-Jährigen: 72 Prozent halten die Umweltzone für wichtig. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 68 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen 65 Prozent.
Ab einem Alter von 50 Jahren fallen die Werte deutlich niedriger aus. Unter den 50- bis 59-Jährigen bewerten 42 Prozent die Beibehaltung als wichtig oder sehr wichtig. Bei den 60- bis 69-Jährigen sind es 39 Prozent und damit der niedrigste Wert aller untersuchten Altersgruppen.
Bei den älteren Befragten steigt der Anteil anschließend wieder etwas: Von den 70- bis 79-Jährigen halten 50 Prozent die Umweltzone für wichtig, bei den Menschen ab 80 Jahren sind es 44 Prozent.
Auch künftig wollen wir wissen, wie die Menschen in der Stadt über aktuelle Themen denken. Macht bei unseren nächsten „Fragen der Woche“ mit und sagt uns eure Meinung.