Der August 2026 hält für Himmelsbeobachter in Sachsen mehrere besondere Termine bereit. Neben dem jährlichen Höhepunkt der Perseiden sind eine partielle Sonnenfinsternis und eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Auch die Planeten Merkur und Venus bieten zeitweise günstige Beobachtungsmöglichkeiten.
Ob die Ereignisse tatsächlich sichtbar sind, hängt jeweils von der Bewölkung, der örtlichen Lichtverschmutzung und einer möglichst freien Sicht zum Horizont ab.
Den Auftakt macht Merkur am 2. August. Der sonnennächste Planet erreicht an diesem Tag seine größte westliche Elongation. Damit befindet er sich von der Erde aus gesehen in seinem größten Winkelabstand zur Sonne am Morgenhimmel.
Für Beobachter in Sachsen bietet sich dadurch eine vergleichsweise günstige Gelegenheit, Merkur vor Sonnenaufgang zu entdecken. Der Planet steht allerdings weiterhin niedrig über dem östlichen Horizont. Ein freier Blick und klare Luft sind daher wichtig.
Das auffälligste Himmelsereignis des Monats findet am 12. August statt. Der Mond zieht vor der Sonne entlang und verursacht eine Sonnenfinsternis. Die totale Phase ist nur in einem schmalen Gebiet zu sehen, das unter anderem über Grönland, Island und Spanien verläuft. In Sachsen erscheint die Finsternis partiell: Der Mond bedeckt einen großen Teil der Sonnenscheibe, aber nicht die gesamte Sonne. Wann genau die partielle Sonnenfinsternis zu sehen ist beschreibt das Portal timeanddate genauer.
In Dresden beginnt die partielle Sonnenfinsternis den Berechnungen zufolge um 19.17 Uhr. Der maximale Bedeckungsgrad wird gegen 20.10 Uhr erreicht. Die Finsternis endet dort gegen 20.32 Uhr. Die angegebene Finsternisgröße liegt bei 0,881.
In Leipzig beginnt das Ereignis ebenfalls gegen 19.17 Uhr. Das Maximum wird um 20.10 Uhr erreicht, das Ende ist für etwa 20.38 Uhr berechnet. Die Finsternisgröße beträgt 0,883.
In Chemnitz setzt die partielle Finsternis gegen 19.18 Uhr ein. Ihr Maximum erreicht sie um 20.11 Uhr, bevor sie gegen 20.34 Uhr endet. Die Finsternisgröße wird mit 0,884 angegeben.
Da die Sonne zu dieser Zeit bereits tief am Abendhimmel steht, ist ein Standort mit freier Sicht in Richtung Westen besonders wichtig.
Während der gesamten in Sachsen sichtbaren Finsternis bleibt ein Teil der hellen Sonne unbedeckt. Ein direkter Blick ohne geeigneten Schutz kann die Augen schwer schädigen.
Zur Beobachtung sind spezielle Sonnenfinsternisbrillen oder Handfilter erforderlich, die für die direkte Sonnenbeobachtung geeignet sind und der Norm ISO 12312-2 entsprechen sollten. Gewöhnliche Sonnenbrillen reichen nicht aus.
Kameras, Ferngläser und Teleskope benötigen einen geeigneten Sonnenfilter vor der Optik. Eine Sonnenfinsternisbrille allein schützt beim Blick durch solche Geräte nicht vor den gebündelten Strahlen.
Nur wenige Stunden nach der Sonnenfinsternis folgt das bekannteste Sternschnuppenereignis des Sommers. Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August beziehungsweise am 13. August ihr Maximum.
Die Beobachtungsbedingungen sind 2026 besonders günstig: Am 12. August ist Neumond. Helles Mondlicht stört die Sicht auf schwächere Meteore deshalb nicht. Die Internationale Meteororganisation bewertet die Bedingungen rund um das Maximum entsprechend als gut.
Die meisten Sternschnuppen sind erfahrungsgemäß in der zweiten Nachthälfte und vor Beginn der Morgendämmerung zu erwarten. Der scheinbare Ausgangspunkt des Meteorstroms liegt im Sternbild Perseus. Die Leuchtspuren können jedoch an verschiedenen Stellen des Himmels erscheinen.
Für die Beobachtung eignet sich ein möglichst dunkler Standort abseits heller Straßen, Gebäude und Städte. Ein Fernglas oder Teleskop ist nicht notwendig. Das bloße Auge bietet den größten Überblick über den Himmel.
Am 15. August erreicht Venus ihre größte östliche Elongation. Der helle Planet befindet sich damit in einem großen scheinbaren Abstand zur Sonne und ist nach Sonnenuntergang am westlichen Himmel zu beobachten.
Venus gehört zu den hellsten Objekten am Himmel und kann bei freier Sicht bereits während der Dämmerung auffallen. Gebäude, Bäume oder Berge am westlichen Horizont können die Beobachtungszeit allerdings verkürzen.
Zum Monatsende folgt eine weitere Finsternis. In den frühen Morgenstunden des 28. August tritt der Vollmond teilweise in den Kernschatten der Erde ein.
In Dresden, Leipzig und Chemnitz beginnt die Halbschattenphase gegen 3.23 Uhr. Die deutlich erkennbare partielle Phase setzt gegen 4.33 Uhr ein. Das rechnerische Maximum wird um 6.12 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond in Sachsen jedoch bereits unmittelbar über dem westlichen bis südwestlichen Horizont.
In Dresden geht der Mond gegen 6.18 Uhr unter, in Chemnitz gegen 6.22 Uhr und in Leipzig gegen 6.23 Uhr. Der Höhepunkt dürfte wegen der Horizontnähe und der einsetzenden Morgendämmerung nur schwer zu erkennen sein. Bessere Bedingungen bestehen zu Beginn der partiellen Phase zwischen etwa 4.33 und 5.30 Uhr.
Anders als bei der Sonnenfinsternis ist zur Beobachtung einer Mondfinsternis kein Augenschutz erforderlich. Ein Fernglas kann helfen, die fortschreitende Verdunkelung der Mondoberfläche genauer zu verfolgen.
2. August: Merkur in günstiger Position am Morgenhimmel
12. August: Partielle Sonnenfinsternis am Abend
12. auf 13. August: Maximum der Perseiden
15. August: Venus in günstiger Abendposition
28. August: Partielle Mondfinsternis am frühen Morgen
Alle Beobachtungen setzen einen ausreichend klaren Himmel voraus. Eine verlässliche Wetterprognose ist erst wenige Tage vor dem jeweiligen Termin möglich.