Leipzig - Die sächsische SPD will mit Wirtschaftsminister Dirk Panter in die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig gehen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sieht die Partei in dem 52-Jährigen einen aussichtsreichen Kandidaten für die Wahl im Jahr 2027. Der amtierende Oberbürgermeister Burkhard Jung tritt nach drei Amtszeiten nicht erneut an.
SPD-Landeschef Henning Homann bezeichnete Panter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als geeigneten Nachfolger für Jung. „Nach der erfolgreichen Amtszeit von Burkhard Jung ist Dirk Panter genau der Richtige, um Leipzigs Erfolgsgeschichte neue Seiten hinzuzufügen“, sagte Homann.
Leipzig wird seit 1990 sozialdemokratisch geführt. Homann verwies darauf, dass diese politische Kontinuität der Stadt aus Sicht der SPD gutgetan habe. Leipzig gehöre zu den dynamischsten Regionen in Deutschland und stehe für ein modernes, soziales und offenes Miteinander. Die sächsische SPD werde deshalb alles daran setzen, diesen Weg fortzusetzen.
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt zunächst beim SPD-Stadtvorstand Leipzig. Dieser soll am Donnerstagabend darüber beraten. Eine offizielle Nominierung ist nach den vorliegenden Angaben für den Herbst vorgesehen.
Dirk Panter lebt in Leipzig und ist seit Dezember 2024 sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. Zuvor war er über mehrere Jahre Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Seit 2009 gehört Panter dem Landtag an.
Die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig ist für den 21. Februar 2027 geplant. Dabei wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Burkhard Jung gesucht. Jung steht seit 2006 an der Spitze der Stadt und wird nach drei Amtszeiten nicht erneut kandidieren.
In den vergangenen Monaten haben sich bereits mehrere Personen für das Amt des Leipziger Stadtoberhauptes in Stellung gebracht. Nach dpa-Angaben sind bislang sechs Kandidaten bekannt. Mit Skadi Jennicke von der Linken ist darunter bisher nur eine Frau.
Die Wahl gilt als wichtige politische Richtungsentscheidung für Leipzig. Die SPD möchte die seit 1990 bestehende sozialdemokratische Führung der Stadt fortsetzen. Ob Dirk Panter offiziell als Kandidat ins Rennen geht, soll sich nach der innerparteilichen Abstimmung und der geplanten Nominierung im Herbst entscheiden.