Die Spree könnte nach dem Ende des Braunkohleabbaus in der Lausitz deutlich weniger Wasser führen. Davor warnen die NABU-Landesverbände Sachsen, Brandenburg und Berlin. Seit Jahrzehnten fließt abgepumptes Grundwasser aus den Tagebauen in den Fluss. Fällt dieses sogenannte Sümpfungswasser künftig weg, müssen sich die Regionen entlang der Spree nach Einschätzung des Naturschutzbundes auf niedrigere Wasserstände einstellen. Der Klimawandel könnte die Lage zusätzlich verschärfen.
Der NABU fordert, Wasser stärker in der Landschaft zurückzuhalten und die Spree naturnäher zu gestalten. Dazu zählt der Verband etwa die Wiederanbindung von Auen und eine Verkleinerung des künstlich verbreiterten Flussbetts. Kritisch sieht er eine diskutierte Überleitung von Wasser aus der Elbe in die Spree: Auch die Elbe ist von Niedrigwasser betroffen. Sachsens NABU-Vorsitzende Maria Vlaic mahnt, Lösungen für das gesamte Einzugsgebiet zu suchen, statt Wasserprobleme von einer Region in die nächste zu verlagern.