Di., 11.11.2025 , 06:59 Uhr

Zahlreiche Kirchgemeinden feiern den Martinstag mit Andachten und Laternenumzügen

St. Martinsfeste in Sachsen laden Familien ein

Am 11. November feiern Kirchgemeinden in ganz Sachsen den Martinstag mit Andachten, Laternenumzügen und dem Teilen von Martinshörnchen. Viele Feste starten schon vorher.

Dresden – Am 11. November wird in vielen Kirchgemeinden in Sachsen der St. Martinstag gefeiert. Schon in den Tagen zuvor laden zahlreiche Gemeinden zu Martinsandachten, Laternenumzügen und Martinsfeuern ein. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des heiligen Martin, der als römischer Soldat einem frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels schenkte – ein Symbol für Nächstenliebe und Teilen.

Viele Kirchgemeinden gestalten ihre Feste gemeinsam mit katholischen Gemeinden, Kindergärten und Schulen. Traditionell werden Martinshörnchen geteilt, Andachten gefeiert und bunte Laternenumzüge veranstaltet – häufig begleitet von Musik oder einem Reiter, der den heiligen Martin darstellt.

In Dresden begannen die ersten Martinsfeiern bereits in der vergangenen Woche. In Stadtteilen wie Prohlis, Zschachwitz und Strehlen luden Kirchengemeinden zu Andachten, Umzügen und Martinsfeuern ein. Auch in weiteren Städten wie Stolpen, Waldheim, Beucha und Brand-Erbisdorf fanden in den letzten Tagen zahlreiche Veranstaltungen statt.

Am eigentlichen Martinstag, dem 11. November, werden in vielen sächsischen Städten Familien erwartet. In Dresden laden die Gemeinden in Leuben, Bannewitz und der Neustadt zu Feiern mit Lampionumzügen und Musik ein. In Leipzig wird in mehreren Stadtteilen gefeiert, darunter Gohlis, Anger-Crottendorf, Markranstädt, Machern und Wurzen. Auch in Chemnitz, Zwickau und Aue sind große Martinsumzüge geplant – teils mit Pferd und Posaunenchor.

Im Erzgebirge und Vogtland beteiligen sich viele Gemeinden an den traditionellen Martinsfesten, etwa in Flöha, Lengenfeld, Rodewisch und Großschirma. Auch in Ostsachsen finden zahlreiche Veranstaltungen statt, etwa in Göda, Sohland, Rammenau und Pulsnitz. Einige Gemeinden feiern sogar noch nach dem 11. November, wie in Berthelsdorf, Merschwitz, Belgershain oder Ohorn.

Der Martinstag erinnert nicht nur an die Legende des Heiligen Martin, sondern auch an christliche Werte wie Mitgefühl und Solidarität. Das Teilen von Gebäck steht symbolisch für die Tat des Heiligen. Historisch hat der Brauch der Laternenumzüge auch eine Verbindung zu Martin Luther, der am 10. November Geburtstag hatte und am 11. November – dem Tag des heiligen Martin – getauft wurde.