Mo., 20.04.2026 , 13:03 Uhr

Neue Spielzeit 2026/27 unter Motto „Reise in die Unterwelt“

Staatsoperette Dresden stellt Saison vor

Die Staatsoperette Dresden präsentiert ihre neue Spielzeit. Fünf Premieren, Konzerte und bekannte Klassiker prägen das Programm ab Herbst 2026.

Dresden - Die Staatsoperette Dresden hat ihre neue Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Unter dem Motto „Reise in die Unterwelt“ setzt das Haus auf ein vielseitiges Programm aus Oper, Operette, Musical und Tanz. Der Vorverkauf für die kommende Saison beginnt am 30. April.

Die Spielzeit orientiert sich thematisch an antiken Mythen, Märchen und Geschichten über Außenseiter sowie Grenzgänger. Ziel ist es, unterschiedliche Facetten des Musiktheaters zu zeigen – von poetischen Tanzabenden bis hin zu klassischen und modernen Bühnenwerken.

Zum Auftakt der Saison feiert am 20. September 2026 der Tanzabend „Ich, Eurydike“ Premiere. Die Uraufführung greift den Orpheus-Mythos auf und rückt die Figur der Eurydike in den Mittelpunkt. Die Choreografie stammt von Gabriel Pitoni, die Musik wurde von Chefdirigent Michael Ellis Ingram komponiert und durch elektronische Klänge ergänzt. Bereits am 19. September wird das Stück im Rahmen des Sommernachtsballs vorab präsentiert.

In der Vorweihnachtszeit folgt mit „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck eine klassische Oper für Familien. Die Inszenierung übernimmt Intendantin Kathrin Kondaurow, die bekannte Motive neu interpretieren will.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Musical „Anything Goes“ von Cole Porter, das ab Februar 2027 auf die Bühne kommt. Die Produktion verbindet Elemente wie Stepptanz, Swing und Slapstick. Große Teile der Besetzung stammen aus dem Ensemble der Staatsoperette.

Mit „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach kehrt im Mai 2027 eine klassische Operette ins Programm zurück. Die Inszenierung übernimmt Regisseur Peter Lund, der das Werk in einer neuen Fassung auf die Bühne bringt.

Den Abschluss der Premieren bildet das Familienmusical „Emil und die Detektive“ nach dem Roman von Erich Kästner. Die Produktion richtet sich besonders an ein junges Publikum und bindet den Kinderchor der Staatsoperette ein.

Neben den Premieren sind zahlreiche Konzerte und Sonderformate geplant. Dazu zählen das Neujahrskonzert „Poesie der Gegensätze“, eine Filmvorführung von Psycho mit Live-Musik sowie die Aufführung von „Carmina Burana“ von Carl Orff.

Ergänzt wird das Programm durch Repertoirestücke wie „Die lustige Witwe“, „Evita“ oder „Die Fledermaus“, die weiterhin im Spielplan bleiben.

Nach Angaben der Staatsoperette lag die Auslastung seit Beginn der aktuellen Spielzeit bei rund 80 Prozent. Besonders stark nachgefragt waren Produktionen wie „Alice im Wunderland“, „My Fair Lady“ und „Evita“.

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch würdigte das Programm als gelungene Verbindung von Unterhaltung und künstlerischem Anspruch. Intendantin Kathrin Kondaurow betonte, dass die neue Saison trotz finanzieller Herausforderungen ein vielfältiges Angebot bieten soll.