Thomas Stamm wird auch weiterhin Trainer des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden bleiben. Diese Zusicherung gab ihm der neue Sport-Geschäftsführer Sören Gonther bei seiner offiziellen Vorstellung. „Er ist ein sehr guter Trainer, hat gezeigt, dass er Spieler entwickeln kann. Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass Thomas Stamm unser Trainer ist“, betonte Gonther auf einer Pressekonferenz.
Gonther, ehemaliger Profi unter anderem bei Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue, tritt sein Amt mit Demut und Selbstbewusstsein an. Bis zum Jahresende war er Geschäftsführer des Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Als große Stärke sieht der 39-Jährige seine Kontakte: Er sei von der ersten bis zur vierten Liga hervorragend vernetzt, auch über die deutschen Grenzen hinaus.
Sportlich hat für Gonther zunächst der Klassenerhalt oberste Priorität. Trotz der aktuellen Tabellenlage zeigt er sich zuversichtlich. In vielen Partien habe nicht viel gefehlt, der Rückstand sei nicht aussichtslos. Mittelfristig wolle man Dynamo wieder stabil in der 2. Bundesliga etablieren, wissend um die enorme Ausgeglichenheit der Liga.
Parallel zur strategischen Neuausrichtung verstärkt Dynamo Dresden den Kader. Mit Jonas Sterner, Thomas Keller und Robert Wagner reisen gleich drei Neulinge mit ins Trainingslager. Alle drei Spieler wurden bis zum Saisonende ausgeliehen. Im Gegenzug verlässt Aljaž Casar den Verein und schließt sich dem Drittligisten MSV Duisburg an.
Jonas Sterner, zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag, hatte bereits in der vergangenen Saison leihweise für Dynamo gespielt und mit starken Leistungen maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg. Gonther hebt besonders Sterners Flexibilität auf der rechten Außenbahn hervor sowie den Vorteil, dass er Trainer und Mannschaft bereits kennt.
Mit Thomas Keller vom 1. FC Heidenheim und Robert Wagner vom SC Freiburg kommen zwei bundesliga-erfahrene Spieler nach Dresden. Keller bringt neben Einsätzen in der Bundesliga und 2. Bundesliga auch internationale Erfahrung aus der Conference League mit. Wagner war zuletzt an Holstein Kiel ausgeliehen und absolvierte zuvor Stationen bei Greuther Fürth und dem FC St. Pauli. Gonther lobt bei beiden Neuzugängen insbesondere ihre defensive Stabilität, Intensität und Spielintelligenz.
Der Abschied von Aljaž Casar erfolgte auf dessen eigenen Wunsch. Der 25-Jährige, im Sommer vom Halleschen FC nach Dresden gewechselt, hatte um mehr Spielpraxis gebeten. Dynamo entsprach dem Anliegen und erzielte nach Angaben Gonthers eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung.