Fr., 27.03.2026 , 13:08 Uhr

Nach Bauarbeiten kehrt Linie 12 auf Stammstrecke zurück

Straßenbahnlinie 12 fährt wieder regulär

Die Straßenbahnlinie 12 fährt ab dem 28. März wieder durchgehend nach Leutewitz. Die Bauarbeiten auf der Lübecker Straße sind weitgehend abgeschlossen.

Dresden - Nach rund einjähriger Umleitung kehrt die Straßenbahnlinie 12 in Dresden auf ihre ursprüngliche Strecke zurück. Ab Sonnabend, dem 28. März 2026, gegen 3:30 Uhr können Fahrgäste wieder ohne Umstieg von Striesen nach Leutewitz fahren. Der bisher eingerichtete Ersatzverkehr mit Bussen entfällt damit.

Bereits am Freitagabend wird zudem die Verkehrsachse für den Autoverkehr wieder freigegeben. Restarbeiten im Gehwegbereich sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, ohne den Verkehr weiter einzuschränken. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 9,1 Millionen Euro, davon entfallen 6,9 Millionen Euro auf die Dresdner Verkehrsbetriebe.

Die Bauarbeiten an der Lübecker Straße hatten am 3. März 2025 begonnen und wurden als Gemeinschaftsprojekt umgesetzt. Beteiligt waren die Landeshauptstadt Dresden, SachsenEnergie, die Stadtentwässerung Dresden, die Dresdner Verkehrsbetriebe sowie zwei Telekommunikationsunternehmen. Neben der Straße selbst wurden auch Versorgungsleitungen für Trink- und Abwasser, Fernwärme, Gas und Strom erneuert.

Eine besondere Herausforderung stellte die Koordination der verschiedenen Bauabschnitte dar. So mussten zunächst umfangreiche Arbeiten im Untergrund erfolgen, bevor der neue Gleisbau umgesetzt werden konnte. Verzögerungen ergaben sich unter anderem durch unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Leitungsanpassung sowie durch eine längere Frostperiode. Der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin Mitte Februar 2026 wurde daher um etwa sechs Wochen überschritten.

Mit der Wiederfreigabe des Verkehrsknotens in Altcotta verbessert sich die Erreichbarkeit des Stadtteils. Gleichzeitig wird die Hamburger Straße entlastet, auf der derzeit ebenfalls Bauarbeiten stattfinden.

Im Zuge der Maßnahme wurde auch die Straßenbahninfrastruktur umfassend erneuert. Der Unterbau der Gleise stammte teilweise noch aus den 1940er Jahren und galt als technisch überholt. Auch die Schienen aus dem Jahr 1977 sowie die Stromversorgung von 1969 entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Sämtliche Komponenten wurden daher ersetzt oder modernisiert.

Die Haltestelle „Altcotta“ wurde neu gestaltet und teilweise barrierefrei ausgebaut. Sie verfügt nun über elektronische Anzeigetafeln, Sitzgelegenheiten sowie eine verbesserte Beleuchtung durch LED-Strahler. Stadteinwärts wurde zusätzlich ein Fahrgastunterstand errichtet.

Darüber hinaus wurden neue Fahrleitungsmasten installiert und die komplette Oberleitung erneuert. Abschließend erhielt die Lübecker Straße eine neue Fahrbahndecke, auch die Gehwege und die Straßenbeleuchtung wurden überarbeitet.