Pirna – Der langanhaltende Winter mit Schnee und Eis macht den Borkenkäfern nicht zu schaffen – im Gegenteil. Das aktuelle Wetter sei eher günstiger für die Käfer, da sie ihren Zustand der Inaktivität (Diapause) nicht vorzeitig beendeten, sagte Sven Sonnemann, Sachbearbeiter Waldschutz beim Staatsbetrieb Sachsenforst.
«Ständige Wetterwechsel mit wärmeren und kälteren Phasen sind problematisch, weil die Käfer nicht wieder in den Überwinterungsmodus zurückkehren können und bei einem erneuten Temperaturrückgang keine ausreichende Forsttoleranz mehr aufweisen.»
Grundsätzlich seien heimische Arten an die Bedingungen der hiesigen Winter angepasst. «Borkenkäfer schützen sich mit einer Art körpereigenem Frostschutzmittel, welches ihnen ermöglicht, auch tiefere Temperaturen unbeschadet zu überstehen», erläuterte Sonnemann. Daher sei nicht davon auszugehen, dass normales Winterwetter die Population negativ beeinflusse. (dpa)