Di, 26.02.2019 , 10:50 Uhr

Studienorientierung für Dresdner Schüler

Dresden - Wie geht es weiter nach dem Abitur? Vielleicht ein Studium beginnen? Und welches Studienfach ist das Richtige? Mit dem absehbaren Ende der Schulzeit sehen sich Jugendliche zunehmend mit diesen Fragen konfrontiert und eine Antwort fällt nicht leicht. Der Studienkompass bietet an diesem Punkt individuelle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademischen Hintergrund und leistet Entscheidungshilfe. Das gemeinnützige Förderprogramm wird in Dresden mit Hilfe der aqtivator gGmbH des Unternehmers Stefan Quandt durchgeführt. Noch bis zum 10. März können sich Dresdner Schülerinnen und Schüler bewerben, die 2021 ihr Abitur machen werden.

Die Bildungschancen in Deutschland hängen nach wie vor stark von der Herkunft ab. Laut des Nationalen Bildungsberichts 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entscheiden sich 79 % der Akademikerkinder für ein Studium, während nur 24 % der Kinder aus Familien ohne akademischen Hintergrund ein Studium beginnen. Der Studienkompass bietet Orientierung für die Schülerinnen und Schüler aus nichtakademischen Familien und zeigt ihnen bereits zwei Jahre vor dem Abitur vielzählige Studienmöglichkeiten auf. Bei Workshops, Exkursionen und persönlichen Gesprächen bekommen die Jugendlichen einen Überblick, lernen eigene Stärken kennen und werden an mögliche Studien- und Berufswege herangeführt. Für den erfolgreichen Start an der Uni begleitet das Förderprogramm die jungen Erwachsenen auch im ersten Jahr an der Hochschule.

„Die Entscheidung für ein Studienfach ist meist ein längerer Prozess. Mit dem Studienkompass geben wir Jugendlichen aus nichtakademischen Familien ein Instrument an die Hand, das sie auf ihrem persönlichen Weg zur Studien- oder Berufswahl begleitet. Auf diese Weise leistet der Studienkompass einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit am Übergang zwischen Schule und Hochschule.“, so Dr. Jörg Appelhans, Geschäftsführer der aqtivator gGmbH.

„In den letzten Jahren ermöglichte der Studienkompass mehr als 100 jungen Menschen aus Dresden den erfolgreichen Einstieg ins Studium. Es geht dabei um viel mehr, als nur Hemmungen abzubauen und Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Jugendlichen entdecken oftmals ihre versteckten Talente und starten zielbewusst ins Studium.“, so Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleiter Schülerförderung (Vors.) bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Der Studienkompass ist eine Initiative der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Partner angeschlossen. Hauptförderer sind die Karl Schlecht Stiftung, die aqtivator gGmbH und die aim - Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken.

Jugendliche aus der Region Dresden, die 2021 Abitur machen und deren Eltern nicht studiert haben, können sich bis zum 10. März 2019 über die Website www.studienkompass.de/bewerbung bewerben. 

Über den Studienkompass

Das Förderprogramm unterstützt bundesweit aktuell rund 1.300 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung bei der Aufnahme eines Studiums. Über 2.400 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Mehr als 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf. Die hohe Wirksamkeit belegt auch eine wissenschaftliche, unabhängige Evaluation des Programms, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2007 bis 2014 gefördert wurde.

Förderer des Studienkompass sind: Heinz Nixdorf Stiftung, Familie Grieshaber, Bürgerstiftung Wolfsburg, Karin Schöpf Stiftung, Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, S&P Family Office, Unternehmensverbände im Lande Bremen und weitere. 

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