Di., 06.10.2026 , 13:08 Uhr

67 Prozent der Studienanfänger aus Sachsen wählen eine Hochschule im Freistaat

Studium: Zwei Drittel bleiben in Sachsen

67 Prozent der Studienanfänger aus Sachsen bleiben für ihr Studium im Freistaat und damit unter dem Bundesdurchschnitt.

Dresden. Die Mehrheit der Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus Sachsen bleibt für das Studium im Freistaat. Im vergangenen Wintersemester begannen 67 Prozent derjenigen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Sachsen erworben hatten, ihr Studium an einer sächsischen Hochschule. Das teilte das Statistische Bundesamt zum Start des neuen Wintersemesters mit. Sachsen liegt damit knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 69 Prozent.

Wer Sachsen für das Studium verließ, entschied sich besonders häufig für benachbarte Bundesländer. 6,7 Prozent der Studienanfänger gingen nach Thüringen, 6,1 Prozent nach Sachsen-Anhalt. Auf jedes der übrigen Bundesländer entfielen jeweils weniger als fünf Prozent.

Auch umgekehrt kommt ein großer Teil der Erstsemester an sächsischen Hochschulen aus dem Freistaat. Im Wintersemester 2025/2026 hatten 66,8 Prozent der Studienanfänger in Sachsen ihre Hochschulzugangsberechtigung ebenfalls hier erworben. Sechs Prozent kamen aus Thüringen, 5,5 Prozent aus Sachsen-Anhalt und 4,9 Prozent aus Brandenburg.

Nach Angaben der Statistiker spielt das vorhandene Studienangebot eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, im eigenen Bundesland zu bleiben. Je vielfältiger die Auswahl an Hochschulen und Studiengängen, desto höher ist demnach der Anteil derjenigen, die für das Studium nicht in ein anderes Bundesland wechseln. In Nordrhein-Westfalen lag dieser Wert bei 82 Prozent, in Brandenburg dagegen nur bei 33 Prozent. Die Statistik berücksichtigt ausschließlich Studienanfänger, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben.