Die Asiatische Tigermücke und die Asiatische Buschmücke werden sich nach Einschätzung von Insektenforschern weiter in Sachsen ausbreiten. Zunehmend milde Winter begünstigten eine dauerhafte Ansiedlung, erklärte Matthias Nuß von den Naturhistorischen Sammlungen Dresden. Bei einem Monitoring im Großraum Dresden wurden 2025 insgesamt 25 der 53 in Deutschland bekannten Mückenarten nachgewiesen. Die Asiatische Buschmücke ist bereits in mehreren Teilen Sachsens verbreitet. Bekannte Vorkommen der Tigermücke gibt es bislang vor allem in der Dresdner Neustadt, wo 2025 insgesamt 17 Exemplare in Fallen gefangen wurden.
Beide Arten sind an ihrem schwarz-weißen Muster zu erkennen und nutzen bereits kleinste Wasseransammlungen als Brutstätten – etwa in Blumentopfuntersetzern, Spielzeug oder Regentonnen. In Deutschland ist bislang keine lokale Übertragung von Dengue- oder Chikungunya-Viren durch Tigermücken bekannt. Um eine weitere Verbreitung einzudämmen, sollen Bürger stehendes Wasser auf Grundstücken entfernen und verdächtige Funde melden. Die Flugzeit der Tigermücke dauert nach bisherigen Beobachtungen etwa von Ende Juni bis Ende September.