Mi., 01.04.2026 , 16:00 Uhr

TÜV NORD Dresden gibt Hinweise für weniger Spritverbrauch

Tipps für stressfreies Reisen zu Ostern

Zum Osterreiseverkehr rät TÜV NORD Dresden zu besserer Vorbereitung. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Stress reduzieren und Kraftstoff sparen.

Dresden - Mit Beginn der Osterferien steigt traditionell das Verkehrsaufkommen auf Deutschlands Straßen deutlich an. Gleichzeitig bleiben die Kraftstoffpreise auf vergleichsweise hohem Niveau. Für viele Autofahrer bedeutet das nicht nur längere Fahrzeiten, sondern auch höhere Kosten. Der TÜV NORD in Dresden gibt deshalb Hinweise, wie sich sowohl Stress als auch Spritverbrauch reduzieren lassen.

Gewicht und Beladung im Blick behalten

Ein wichtiger Faktor für den Kraftstoffverbrauch ist das Fahrzeuggewicht. Bereits zusätzliches Gepäck kann sich deutlich auswirken. Nach Angaben von Stephan Häbold, Leiter der TÜV NORD Station Dresden, erhöht ein Mehrgewicht von 100 Kilogramm den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer.

Besonders Dachgepäckträger beeinflussen den Verbrauch. Sie erhöhen den Luftwiderstand deutlich und sollten nach Möglichkeit nur bei Bedarf genutzt und am Zielort wieder entfernt werden.

Auch für Wohnmobilreisende gibt es Sparpotenzial. Tanks für Wasser oder Toiletten können erst am Urlaubsort gefüllt werden. Schwere Vorräte lassen sich ebenfalls vor Ort einkaufen. Wer häufiger unterwegs ist, kann langfristig auf leichtere Materialien bei Campingausrüstung setzen.

Technik prüfen und clever tanken

Vor längeren Fahrten empfiehlt sich ein technischer Check. Ein zentraler Punkt ist dabei der Reifendruck. Ist dieser zu niedrig, steigt der Rollwiderstand – und damit auch der Kraftstoffverbrauch.

Auch bei der Wahl des Kraftstoffs lässt sich sparen. Der Biokraftstoff E10 ist für viele moderne Fahrzeuge zugelassen und häufig günstiger als Super E5. Voraussetzung ist jedoch die Freigabe durch den Fahrzeughersteller.

Darüber hinaus lohnt es sich, Tankstopps zu planen. Abseits von Autobahnen sind die Preise häufig niedriger. Auch im europäischen Ausland können sich Unterschiede ergeben, da Deutschland im Vergleich im oberen Mittelfeld der Kraftstoffpreise liegt.

Gelassen durch Staus und Verzögerungen

Neben den Kosten stellt der dichte Verkehr viele Reisende vor eine weitere Herausforderung: Stress. Gerade zu Stoßzeiten kann es zu Verzögerungen und Staus kommen.

Nach Einschätzung des TÜV NORD entsteht im Auto eine besondere Situation: Fahrer bewegen sich im öffentlichen Raum, befinden sich jedoch gleichzeitig in einem abgeschlossenen, privaten Umfeld. Diese Kombination kann dazu führen, dass Frustration schneller in aggressives Verhalten umschlägt.

Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt der TÜV NORD mehrere Maßnahmen. Dazu zählen eine gute Vorbereitung mit ausreichend Zeitpuffer sowie das Meiden besonders stark frequentierter Reisezeiten. Auch Musik oder Hörbücher können helfen, die Fahrt entspannter zu gestalten.

Regelmäßige Pausen tragen ebenfalls zur Entlastung bei. Bereits kurze Unterbrechungen von 20 bis 30 Minuten können Stressreaktionen reduzieren.

Vorausschauend fahren und Kosten senken

Ein ruhiger und gleichmäßiger Fahrstil wirkt sich nicht nur positiv auf die Verkehrssicherheit aus, sondern kann auch den Kraftstoffverbrauch senken. Wer vorausschauend fährt und unnötige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge vermeidet, spart zusätzlich Sprit.

Nach Einschätzung des TÜV NORD lässt sich mit der richtigen Vorbereitung somit nicht nur entspannter reisen. Auch die Reisekosten können spürbar reduziert werden.