Braunschweig. Dynamo Dresden hat nach zwei Niederlagen in Folge wieder gepunktet. Im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga erkämpften sich die Sachsen bei Eintracht Braunschweig vor 20.915 Zuschauern ein 2:2. Zweimal geriet Dynamo in Rückstand, zweimal kam die Mannschaft zurück. Überschattet wurde die Partie vom Tod eines Braunschweiger Fans.
Der Anpfiff verzögerte sich wegen eines medizinischen Notfalls auf der Haupttribüne um rund 15 Minuten. Rettungskräfte schirmten den Einsatzort mit großen weißen Planen ab. Über die Stadiondurchsage wurde zunächst mitgeteilt, dass ein Mensch um sein Leben kämpfe.
In der Halbzeit folgte die traurige Nachricht: Der betroffene Fan war auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Nach Angaben aus der ersten Meldung handelte es sich um einen 52 Jahre alten Mann.
Eintracht Braunschweig bestätigte den Todesfall später auch über die sozialen Medien und sprach der Familie und den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Auf Wunsch der Familie wurde die Partie fortgesetzt und die Fans nahmen auch ihre Anfeuerung wieder auf.
Braunschweigs Trainer Lars Kornetka sagte nach dem Spiel, der Todesfall nehme alle Beteiligten mit. Auch Dresdens Nicolai Rapp zeigte sich tief betroffen und wünschte der Familie im Namen von Dynamo Dresden viel Kraft.
Sportlich begann die Partie äußerst hektisch. Bereits nach wenigen Sekunden sah Dresdens Robert Wagner die Gelbe Karte. In der dritten Minute brachte Nicolai Rapp die Gäste nach einer Ecke mit 1:0 in Führung.
Die Antwort der Braunschweiger ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später traf Maximilian Entrup zum 1:1. In der achten Minute hatte Braunschweig sogar die Chance zur Führung, doch ein Fernschuss von Wagner prallte an die Latte.
Danach entwickelte sich eine intensive Partie, in der beide Mannschaften Schwierigkeiten hatten, die gegnerischen Abwehrreihen zu überwinden.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber aktiver und drängten Dresden zunehmend in die Defensive. Dynamo verteidigte jedoch disziplinierter als noch beim 3:5 in Heidenheim und verhinderte zunächst größere Möglichkeiten.
Braunschweig blieb dennoch gefährlicher. Yann Sturm traf zunächst den Pfosten. Wenig später entschied Schiedsrichter Lars Erbst nach einem Foul von Tobias Raschl an Andi Hoti auf Strafstoß.
Mehmet Aydin verwandelte den Elfmeter in der 68. Minute sicher zur 2:1-Führung für Eintracht Braunschweig.
Doch Dynamo blieb im Spiel. Nur vier Minuten später sorgte Thomas Keller nach einer Ecke per Kopf für den erneuten Ausgleich.
In der Schlussphase hätten die Dresdner die Partie sogar noch drehen können. Friedrich Müller verfehlte das Tor nur knapp. Wenig später verhinderte Braunschweigs Torhüter Ron-Thorben Hoffmann nach einem Angriff über Simon Straudi den möglichen dritten Treffer der Gäste.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm wertete den Punkt trotz des verpassten Auswärtssiegs als wichtiges Signal. „So ein Punkt kann auch mal ganz wichtig sein, um zurückzukommen“, sagte er. Keller sah zwar noch mehr Möglichkeiten für seine Mannschaft, betonte angesichts des schwierigen Saisonstarts aber ebenfalls den Wert des Unentschiedens.
Nach dem 2:2 bleiben sowohl Dynamo Dresden als auch Eintracht Braunschweig im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Für die Sachsen steht nach zuletzt zwei Niederlagen zumindest wieder ein Punkt und die Erkenntnis, auch nach Rückständen zurückkommen zu können.