Im ausverkauften Moselstadion mit 9.000 Zuschauern dauerte es gerade einmal rund zwei Minuten, bis RB Leipzig erstmals jubeln durfte. Während die Trier-Fans noch ihre Choreografie abbauten, brachte Brajan Gruda den Ball nach einer Hereingabe von Ezechiel Banzuzi über die Linie.
Nur vier Minuten später legte der Favorit nach: Diesmal bereitete Gruda vor, Willi Orban vollendete zum 2:0. Damit waren die Kräfteverhältnisse bereits früh deutlich.
RB kontrollierte die Partie anschließend souverän und ließ den Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Trier fand zwar etwas besser ins Spiel, echte Gefahr entstand vor dem Leipziger Tor jedoch zunächst nicht. Die beste Gelegenheit der Eintracht hatte Tim Sausen, der freistehend deutlich über das Tor schoss.
Auch mit etwas reduziertem Tempo blieb Leipzig die gefährlichere Mannschaft. Trier konnte sich bei Torhüter Leon-Oumar Wechsel und dem Pfosten bedanken, dass die Partie nicht schon früher entschieden war.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel dann doch das dritte Tor: Ridle Baku traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 3:0.
Für Demichelis war es damit ein äußerst entspannter Pflichtspiel-Einstand. Der neue RB-Trainer verfolgte die Partie ruhig von der Seitenlinie und konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein.
Nach gut einer Stunde nutzte Demichelis die komfortable Führung für einen Vierfachwechsel. Rocco Reitz, Max Finkgräfe, Benjamin Henrichs und Conrad Harder kamen neu in die Partie.
In der Folge verflachte das Spiel zunächst. Leipzig kontrollierte das Geschehen, ohne noch einmal das ganz große Tempo anzuschlagen. Auf den Rängen wie auf dem Platz war längst klar: Das Pokalwunder von Trier würde ausbleiben.
In der Schlussphase legte RB dann aber noch einmal nach. Harder erzielte in der 76. Minute das 4:0, Antonio Nusa erhöhte in der Nachspielzeit auf 5:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Banzuzi, der in der 95. Minute für den 6:0-Endstand sorgte.
RB Leipzig zieht damit souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals ein und feiert einen perfekten Pflichtspielauftakt unter Demichelis.
Viel mehr gefordert werden die Leipziger bereits am kommenden Samstag. Dann steht zum Bundesliga-Auftakt das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm.