Do., 12.03.2026 , 09:30 Uhr

Bis zu 80 Millionen Euro Bundesmittel für Forschung ab 2027

TU Dresden bleibt Exzellenzuniversität

Die TU Dresden verteidigt ihren Status als Exzellenzuniversität. Ab 2027 kann die Hochschule mit bis zu 80 Millionen Euro Bundesmitteln rechnen. Insgesamt fließen 280 Millionen Euro nach Sachsen.

Die Technische Universität Dresden bleibt Exzellenzuniversität. Damit zählt sie weiterhin zu den Spitzenstandorten der Forschung in Deutschland. Ab 2027 kann die Universität mit bis zu 80 Millionen Euro Bundesmitteln über einen Zeitraum von sieben Jahren rechnen.

Insgesamt fließen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern rund 280 Millionen Euro an Bundesmitteln nach Sachsen. Neben der TU Dresden profitieren auch mehrere Exzellenzcluster im Freistaat von der Förderung.

Bedeutung für das Wissenschaftsland Sachsen

Der Freistaat Sachsen gilt als wichtiger Standort für Forschung und Wissenschaft. Bereiche wie Mikroelektronik, Robotik, Biotechnologie, nachhaltiges Bauen und Spitzenmedizin spielen dabei eine zentrale Rolle.

Der erneute Exzellenzstatus der TU Dresden gilt als bedeutender Impuls für den gesamten Forschungsstandort. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow betonte, dass der Titel weit über die Universität hinauswirke. Er stärke das Netzwerk aus Forschungspartnern, wissenschaftlichen Einrichtungen und Infrastruktur im Freistaat und erhöhe zugleich die internationale Sichtbarkeit des Standorts.

Nach Angaben des Ministeriums ziehe eine Exzellenzuniversität wie die TU Dresden internationale Wissenschaftler an und wirke als wichtiger Magnet für Talente.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Erfolg für den Standort. Die Bestätigung des Exzellenzstatus sei ein bedeutender Schritt für die Universität und für den Innovations- und Technologiestandort Sachsen insgesamt.

Kretschmer erklärte, die Auszeichnung festige den internationalen Ruf der TU Dresden als Hochschulstandort von Weltrang. Sie sei das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, einer starken internationalen Ausrichtung sowie intensiver interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Zugleich betonte der Ministerpräsident die Bedeutung von Spitzenforschung für den Freistaat. Sie ziehe Talente aus aller Welt an, stärke die Innovationskraft von Unternehmen und könne neue Investitionen und Ansiedlungen fördern. Dresden zeige beispielhaft, wie Forschung, Hochschulen und Wirtschaft eng zusammenarbeiten können.

Teil der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern, die seit 2006 Spitzenforschung an deutschen Universitäten unterstützt. Die TU Dresden war bereits in der früheren Exzellenzinitiative erfolgreich.

Seit 2012 trägt die Hochschule den Titel Exzellenzuniversität. Seit 2019 gehört sie zu den dauerhaft geförderten Einrichtungen. Voraussetzung dafür ist eine regelmäßige Evaluation durch ein Expertengremium des Wissenschaftsrates. Dabei werden unter anderem Forschungsleistungen sowie das strategische Gesamtkonzept der Universität bewertet.

Eine weitere Voraussetzung für die Förderung ist die erfolgreiche Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Die TU Dresden konnte im vergangenen Jahr zwei zusätzliche Cluster gewinnen und verfügt nun insgesamt über fünf Exzellenzcluster.

Förderung ermöglicht neue Forschung

Seit 2012 erhielt die TU Dresden rund 141 Millionen Euro Bundesmittel im Rahmen der Exzellenzförderung. Der Freistaat Sachsen steuerte zusätzlich etwa 47 Millionen Euro an Landesmitteln bei. Insgesamt standen damit rund 188 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit diesen Mitteln wurden unter anderem Forschungsprojekte und Infrastruktur weiterentwickelt. Dazu gehören beispielsweise Technologien wie ein intelligenter Handschuh zur Vorhersage von Greifbewegungen, ein Fahrsimulator für automatisierte Fahrfunktionen, neue Ansätze in der Krebstherapie sowie der Ausbau der Rechenkapazitäten des universitätseigenen Supercomputers.

Die Förderung dient außerdem dazu, strukturelle Grundlagen für Spitzenforschung zu schaffen, internationale Talente zu gewinnen und die wissenschaftliche Sichtbarkeit zu stärken.

Weitere Fördermittel für Sachsen

Ab 2027 kann die TU Dresden nun mit bis zu 80 Millionen Euro zusätzlichen Bundesmitteln über sieben Jahre rechnen. Darüber hinaus fließen rund 200 Millionen Euro Bundesmittel nach Sachsen durch insgesamt sechs Exzellenzcluster, darunter auch ein Cluster an der Universität Leipzig.