Mo., 23.03.2026 , 13:07 Uhr

Mehr Gründungen und hohe Überlebensrate in zehn Jahren

Über 1.100 Start-ups aus Sachsens Hochschulen

Sachsens Hochschulen haben in zehn Jahren über 1.100 Start-ups hervorgebracht. Viele bestehen langfristig und zeigen die Bedeutung von Forschungstransfer in die Wirtschaft.

Dresden - Sachsens Hochschulen haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1.100 Unternehmensgründungen hervorgebracht. Das teilte das Staatsministerium für Wissenschaft in Dresden mit. Ein Großteil der Start-ups überstand demnach auch die ersten fünf Jahre, die als besonders kritisch für junge Unternehmen gelten.

Von den Gründungen seit 2016 entfallen 837 auf die vier sächsischen Universitäten. Weitere 297 Start-ups wurden an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften initiiert. Die Zahlen unterstreichen die Rolle der Hochschulen als wichtige Impulsgeber für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow erklärte, dass der Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft weiter gestärkt werden solle. Ziel sei es, sowohl Unternehmensgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu fördern als auch bestehende Unternehmen stärker einzubinden. Der Koalitionsvertrag sehe vor, Wissenschaftseinrichtungen mehr Freiheiten bei Unternehmensbeteiligungen einzuräumen.

Auch bei Patentanmeldungen zeigen sich Sachsens Hochschulen aktiv. Die Technische Universität Dresden meldete im Jahr 2023 mehr Patente an als jede andere deutsche Hochschule. In den vergangenen vier Jahren entfielen rund 300 der insgesamt 555 Patentanmeldungen aus Sachsen auf die TU Dresden.

Patente gelten als wichtiger Indikator für den erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Zudem erhöhen sie die Attraktivität junger Unternehmen für Investoren und Risikokapitalgeber.