Do., 29.10.2026 , 09:01 Uhr

Wie fahren Deutschlands Autos in Zukunft? Diskussion im Verkehrsmuseum Dresden

Verbrenner-Aus: Experten diskutieren in Dresden

Wie geht es mit dem Verbrennungsmotor weiter? Am 5. November diskutieren Experten im Verkehrsmuseum Dresden über Elektromobilität, Klimaschutz und die Zukunft der Autoindustrie.

Dresden - Wie sieht die Zukunft des Autos aus? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, dem 5. November 2026, im Verkehrsmuseum Dresden. Beim „Forum Mobilität Dresden“ diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über das umstrittene Verbrenner-Aus, alternative Antriebe und die Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie. Der Eintritt ist frei.

Verbrenner-Aus ab 2035 sorgt weiter für Diskussionen

Die Zukunft des Verbrennungsmotors gehört zu den umstrittenen Fragen der europäischen Verkehrspolitik. Nach geltendem EU-Recht sollen neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab 2035 im Flottendurchschnitt keine CO₂-Emissionen mehr verursachen. Damit soll der Übergang zu klimafreundlicheren Antrieben vorangetrieben werden.

Allerdings gibt es politischen Widerstand gegen die bisherigen Vorgaben. Auch die Bundesregierung setzt sich für mehr Flexibilität ein, um der Automobilindustrie zusätzliche technologische Möglichkeiten zu eröffnen.

Im Dezember 2025 legte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Lockerung der bisherigen CO₂-Vorgaben vor. Demnach könnte das Reduktionsziel ab 2035 von 100 auf 90 Prozent sinken. Verbleibende Emissionen müssten nach dem Vorschlag durch bestimmte Maßnahmen ausgeglichen werden.

Welche Antriebe sind alltagstauglich und bezahlbar?

Welche Folgen die politischen Entscheidungen für Autofahrer und Hersteller haben könnten, soll beim nächsten „Forum Mobilität Dresden“ diskutiert werden. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Verbrenner am Ende? Oder Verbrenner ohne Ende? Wie fahren Deutschlands Autos in die Zukunft?“.

Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Alltagstauglichkeit, Klimaverträglichkeit und Bezahlbarkeit unterschiedlicher Antriebstechnologien.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie. Diskutiert werden soll, ob ein verzögerter Abschied vom Verbrennungsmotor dazu führen könnte, dass europäische Hersteller bei der Entwicklung klimafreundlicher Fahrzeuge den Anschluss verlieren.

Auch Erfahrungen aus anderen großen industriellen Transformationsprozessen sollen in die Debatte einfließen.

Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Podium

Für die Diskussionsrunde sind drei Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen angekündigt.

Prof. Dr. Thomas Koch leitet das Institut für Kolbenmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er bringt die Perspektive der Motorenforschung in die Debatte ein.

Prof. Dr. Jens Borken-Kleefeld ist Professor für Verkehrsökologie an der Technischen Universität Dresden. Sein Fachgebiet verbindet Fragen der Mobilität mit ihren ökologischen Auswirkungen.

Mit Dirk Vogel, Geschäftsführer der RKW Sachsen GmbH, ist zudem ein Vertreter aus dem wirtschaftlichen Umfeld angekündigt.

Moderiert wird die Veranstaltung von MDR-Journalist Andreas F. Rook.

Besucher können sich an der Diskussion beteiligen

Das „Forum Mobilität Dresden“ richtet sich nicht nur an Fachleute. Auch interessierte Bürger sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Fragen und Einschätzungen in die Diskussion einzubringen.

Dabei soll es sowohl um technische Innovationen als auch um ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen gehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Weg die Automobilindustrie künftig einschlagen sollte und welche Auswirkungen dies auf die Mobilität der Bevölkerung haben könnte.

Eintritt frei: Anmeldung wird empfohlen

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 5. November 2026, um 19 Uhr im Lichthof des Verkehrsmuseums Dresden statt.

Der Eintritt ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl auf 100 Personen begrenzt ist, empfehlen die Veranstalter eine frühzeitige Anmeldung.

Interessierte können sich über die Website des Verkehrsmuseums registrieren:

Informationen und Anmeldung beim Verkehrsmuseum Dresden