Fr., 12.06.2026 , 11:58 Uhr

Streit vor Neustädter Bahnhof endet lebensgefährlich – Hauptverfahren steht an

Versuchter Totschlag in Dresden: 48-Jähriger angeklagt

Ein 48-Jähriger stach in Dresden einem Obdachlosen ein Messer in den Bauch. Opfer überlebt. Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags.

Dresden – Nach einem lebensgefährlichen Angriff vor dem Bahnhof Neustadt hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen 48-jährigen Mann erhoben. Dem Beschuldigten wird versuchter Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Demnach soll der Mann am 15. Februar 2026 einen 42-jährigen Obdachlosen nach einem Streit mit einem Messer in den Bauch gestochen haben. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, überlebte den Angriff jedoch. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen noch am Tattag fest; bereits einen Tag später erließ das Amtsgericht einen Haftbefehl.

Die Behörde teilte mit, dass der 48-Jährige bereits erheblich und teilweise einschlägig vorbestraft sei. In der Vernehmung gab er an, in Notwehr gehandelt zu haben. Nun muss das Landgericht Dresden über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Der Fall hat in Dresden für Aufsehen gesorgt, da das Opfer durch die Messerattacke schwer verletzt wurde und der Vorfall mitten in der Stadt stattfand. Die Ermittlungen und das kommende Gerichtsverfahren werden zeigen, ob die Angaben des Beschuldigten zur Notwehr rechtlich Bestand haben.