Dresden - Winterliche Straßenverhältnisse haben im Bereich der Polizeidirektion Dresden in den vergangenen Stunden zu zahlreichen Unfällen geführt. Zwischen Mitternacht und 9.30 Uhr registrierte die Polizei 46 Unfälle, bei denen nach aktuellem Stand drei Menschen verletzt wurden.
Trotz Schnee und Glätte kam es auf Sachsens Autobahnen jedoch bislang nicht zu einem größeren Verkehrschaos. Wie die Leitstellen der Autobahnpolizei am Montagmorgen mitteilten, blieb es überwiegend bei kleineren Zwischenfällen. Lediglich auf der A72 in Richtung Chemnitz ereignete sich ein Unfall zwischen den Anschlussstellen Espenhain/Kitzscher und Borna-Nord. Die Richtungsfahrbahn ist derzeit gesperrt; weitere Details liegen der Polizei noch nicht vor. Der Zentrale Verkehrsdienst warnt weiterhin vor glatten Straßen und rät zu besonderer Vorsicht.
Im Stadt- und Landstraßenverkehr kam es dagegen zu mehreren witterungsbedingten Vorfällen. In Königstein/Sächsische Schweiz wurde ein 18-jähriger Beifahrer leicht verletzt, nachdem die gleichaltrige Fahrerin eines Dacia Sandero auf der S 169 in Richtung Leupoldishain von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt war. Der Sachschaden beträgt rund 10.000 Euro.
In Dresden stürzte eine Radfahrerin auf der Boxdorfer Straße, nachdem sie ins Rutschen geraten war. Kurz nach Mitternacht war zudem ein 19-jähriger BMW-Fahrer auf der Meißner Straße in Radebeul gegen einen Baum gefahren. Der Schaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.
Weitere Unfälle ereigneten sich unter anderem auf der Weißeritzstraße in Dresden, wo ein 47-jähriger Opel-Fahrer eine Ampel touchierte (Schaden: ca. 3.000 Euro), sowie auf der Bergstraße in Rathmannsdorf, wo sich ein Auto beim Abkommen von der Fahrbahn überschlug. Angaben zur Schadenshöhe stehen hier noch aus. Zusätzlich meldete die Polizei verschiedene Blechschäden durch Kollisionen mit Zäunen und parkenden Autos.
Einen aktuellen Überblick zur Verkehrslage bietet die Polizei Sachsen unter www.polizei.sachsen.de.
Die Polizei ruft alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und auf funktionierende Beleuchtung sowie wintertaugliche Bereifung zu achten. Freie Sicht und eine an die Witterung angepasste Fahrzeugausstattung seien entscheidend, um weitere Unfälle zu verhindern.