Mi., 26.08.2026 , 10:30 Uhr

Zukunft des sächsischen VW-Werks weiter offen

VW-Chef Blume kommt heute nach Zwickau

Volkswagen-Chef Oliver Blume stellt sich in Zwickau der Belegschaft. Für das Werk fehlt laut VW noch eine wettbewerbsfähige Perspektive für die 2030er-Jahre.

Zwickau - Volkswagen-Chef Oliver Blume reist am Mittwoch nach Zwickau und Emden. An beiden Standorten sind außerordentliche Betriebsversammlungen einberufen worden. In Zwickau startet diese um 14.30 Uhr. Dort soll sich die VW-Führung den Fragen der Belegschaften zu den angekündigten Sparmaßnahmen stellen.

Zuvor hatte Blume bereits das Stammwerk in Wolfsburg besucht. Dort war der Vorstand für seine Sparpläne auf deutliche Kritik gestoßen. Nun richtet sich der Blick unter anderem auf das sächsische Werk in Zwickau.

Zukunft des Standorts Zwickau noch ungeklärt

Die Werke in Zwickau und Emden stehen seit der Ankündigung weiterer Sparmaßnahmen besonders im Fokus. Nach Angaben der VW-Führung gehören sie zu mehreren Standorten, für die bislang noch keine wettbewerbsfähige Nutzung für die 2030er-Jahre feststeht.

Neben Zwickau und Emden betrifft das nach Angaben des Unternehmens auch das VW-Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover sowie das Audi-Werk in Neckarsulm.

Eine Entscheidung über mögliche Werksschließungen bedeutet das nach Aussage von Volkswagen allerdings nicht. Blume hatte zuletzt mehrfach betont, dass keine Schließungen beschlossen seien.

VW will Perspektiven für Werke entwickeln

Der Volkswagen-Konzern will nach Angaben Blumes in den kommenden sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für die betroffenen Standorte entwickeln.

Für Zwickau ist die Debatte besonders relevant. Volkswagen hatte dort in den vergangenen Jahren viel Geld in den Umbau hin zur Elektromobilität investiert. Auch das Werk in Emden wurde mit hohen Investitionen auf die Produktion von Elektrofahrzeugen ausgerichtet.

Welche langfristige Rolle die beiden Standorte innerhalb des Konzerns spielen sollen, ist nun Gegenstand der weiteren Beratungen. Bei der außerordentlichen Betriebsversammlung in Zwickau dürfte deshalb vor allem die zukünftige Auslastung des sächsischen Werks im Mittelpunkt stehen.