Der Dresdner Weihnachts-Circus hat im Streit mit der Ticketplattform viagogo einen juristischen Erfolg erzielt. Das Landgericht Dresden untersagte viagogo am 9. Oktober 2026 per einstweiliger Verfügung, weiterhin Tickets für den Circus anzubieten, mit denen ein Besuch der Vorstellung nicht möglich ist. Bei Verstößen drohen laut Circus bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld pro Fall. Gegen den Beschluss kann viagogo noch Widerspruch einlegen. Hintergrund sind Beschwerden von Käufern, die über Google-Anzeigen bei viagogo gelandet waren, dort teils deutlich höhere Preise zahlten und anschließend nach Angaben des Circus ungültige oder veränderte Tickets erhielten.
Nach Angaben des Weihnachts-Circus folgte das Gericht dessen Argumentation, dass die Eintrittskarten personalisiert sind und nicht gewerblich weiterverkauft werden dürfen. Zudem müsse künftig deutlich erkennbar sein, wer die angebotenen Tickets tatsächlich verkauft. Circus-Direktor Sascha Köllner zeigte sich erleichtert: Besonders Familien und ältere Menschen seien von den problematischen Angeboten betroffen gewesen. Der Circus empfiehlt deshalb, Karten ausschließlich über dwc.de, telefonisch unter 0351 441 3030 oder direkt an der Circuskasse zu kaufen. Bei einer Verhinderung können Tickets über die offizielle Umpersonalisierung weitergegeben werden.