So., 28.12.2025 , 08:38 Uhr

Einsatzbilanz rund um Weihnachten mit Bränden, Unfällen und Rettungseinsätzen

Weihnachtseinsätze von Feuerwehr und Rettung in Dresden

Feuerwehr und Rettungsdienst in Dresden waren an den Feiertagen stark gefordert. Die Einsatzzahlen blieben auf Vorjahresniveau, einzelne Brandeinsätze nahmen jedoch zu.

Einsatzbilanz an den Weihnachtsfeiertagen:

Die Einsatzzahlen von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Landeshauptstadt Dresden bewegten sich an den Weihnachtsfeiertagen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Vom 24. bis zum 26. Dezember wurde der Rettungsdienst insgesamt 693 Mal alarmiert. In 216 Fällen war ein Notarzt erforderlich. Zudem kam der Rettungshubschrauber Christoph 38 fünfmal im Leitstellenbereich zum Einsatz. Ergänzend wurden 187 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt.

Die Feuerwehr rückte im gleichen Zeitraum zu insgesamt 22 Brandeinsätzen aus. In mehreren Fällen führte das scharfe Anbraten von Weihnachtsspeisen zu Rauchentwicklungen in Wohnungen, die einen Feuerwehreinsatz notwendig machten. Insgesamt stieg die Zahl der als Brandeinsatz eingestuften Einsätze um fast 50 Prozent. Zusätzlich verzeichnete die Feuerwehr drei Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen. Die Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistungen lagen mit 44 Einsätzen unter dem Niveau des Vorjahres.

Großbrand einer Scheune in Weißig:

Am 24. Dezember kam es in der Hauptstraße im Dresdner Stadtteil Weißig zu einem umfangreichen Scheunenbrand. Aufgrund der großen Menge an Brandgut und des aufwendigen Abtransports zur Ablöschstelle dauerte der Einsatz vor Ort bis etwa 14 Uhr an. Erst gegen 16 Uhr waren alle Fahrzeuge wieder an ihren Standorten.

Am Abend des 25. Dezember wurde die Einsatzstelle erneut kontrolliert, ohne dass Auffälligkeiten festgestellt wurden. Bei einer weiteren Nachkontrolle am Morgen des 26. Dezember entdeckten Einsatzkräfte jedoch einen qualmenden Bereich. Dieser wurde geöffnet und erneut abgelöscht. An dem Einsatz waren insgesamt 18 Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehr Weißig sowie der Feuer- und Rettungswache Striesen beteiligt

Brand eines Adventskranzes in Strehlen:

Am Heiligabend wurde die Feuerwehr gegen 22:15 Uhr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Geystraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte war das Feuer bereits durch die Bewohner gelöscht worden. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich, in dem ein Adventsgesteck vollständig abgebrannt sowie Möbel angekohlt waren. Eine Rauchentwicklung war weiterhin feststellbar, weshalb die Wohnung belüftet wurde.

Die vier anwesenden Personen wiesen leichte Schmauchspuren auf und wurden rettungsdienstlich untersucht. Die gemessene Kohlenstoffmonoxidkonzentration war unbedenklich, sodass ein Verbleib vor Ort möglich war. Insgesamt waren 29 Einsatzkräfte verschiedener Feuer- und Rettungswachen sowie Stadtteilfeuerwehren im Einsatz.

Brand in leerstehendem Gebäude in Tolkewitz:

Am zweiten Weihnachtsfeiertag kam es am späten Abend zu einem Brand in einem leerstehenden Gebäude in der Kipsdorfer Straße. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte ein Raum im ersten Obergeschoss, das Feuer drohte auf das Dach überzugreifen. Unter Atemschutz wurde ein Innenangriff durchgeführt, während über eine Drehleiter die Dachhaut gekühlt wurde.

Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf das Dach verhindert werden. Zur Rauchableitung kamen Akkulüfter zum Einsatz. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Insgesamt waren 24 Einsatzkräfte mehrerer Feuer- und Rettungswachen sowie Kräfte des Rettungsdienstes beteiligt.

 

Verkehrsunfall nach medizinischem Notfall in Niedersedlitz:

Ebenfalls am 26. Dezember wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall in der Bahnhofstraße alarmiert. Ein Pkw war gegen einen Laternenmast gefahren, eine Person war bewusstlos. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Fahrer zuvor einen Kreislaufstillstand erlitten hatte.

Über die Lebensretter-App alarmierte Ersthelfer begannen umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die anschließend von Feuerwehr und Rettungsdienst fortgeführt wurden. Der Patient wurde in ein Krankenhaus gebracht, ebenso die Beifahrerin. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, der Baulastträger über die beschädigte Laterne informiert. Insgesamt waren 18 Einsatzkräfte im Einsatz.