Dresden – In Dresden wurde heute eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft. Der Fundort der britischen Fliegerbombe befand sich an der ehemaligen Carolabrücke, wo seit dem vergangenen Jahr Bauarbeiten im Gange sind. Die Bombe, die noch mit einem Zünder ausgestattet war, war am Dienstag bei Aufräumarbeiten entdeckt worden. Um 13:19 Uhr gaben die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Entwarnung.
Vor der Entschärfung mussten rund 17.000 Menschen aus einem Radius von etwa 1.000 Metern um den Bombenfundort evakuiert werden. Besonders betroffen waren die Sächsische Staatskanzlei, mehrere Ministerien und auch zahlreiche Wohngebäude. In der Messe Dresden wurde ein Notquartier für die Anwohner eingerichtet, in dem 192 Menschen Zuflucht fanden.
Der Einsatz verlief nach Plan, auch wenn die Evakuierung eine logistische Herausforderung darstellte. Polizeibeamte und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes waren den ganzen Tag im Einsatz. Der Kontrollbereich wurde durch einen Hubschrauber überwacht, der sicherstellte, dass alle Personen den Bereich verlassen hatten.
Dieser Bombenfund ist der vierte in diesem Jahr am Standort der Carolabrücke. In den vergangenen Monaten wurden bereits zwei weitere Sprengkörper entdeckt und entschärft, wobei keiner mehr einen Zünder enthielt. Das Gebiet um die Carolabrücke war im Jahr 2024 teilweise eingestürzt, und die Bauarbeiten zur Beseitigung des alten Brückenabschnitts führen immer wieder zu der Entdeckung von gefährlicher Kriegsmunition.