Mi., 22.03.2023 , 11:52 Uhr

Hauptursache: Abnehmender Widerstand gegen Corona-Maßnahmen

Weniger Angriffe auf Journalisten

Sachsen - Im vergangenen Jahr registrierte das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) weniger Angriffe auf Journalisten und Journalistinnen als im Jahr zuvor.

Laut einer Analyse der Leipziger Non-Profit-Organisation wurden 56 gewalttätige Übergriffe bekannt, was einem Rückgang von 27 im Vergleich zu 2021 entspricht. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), dem die Studie vorliegt, berichtete darüber.

Als Hauptursache für den Rückgang nennt das ECPMF den abnehmenden Widerstand gegen Corona-Maßnahmen. Im Jahr 2021 ereigneten sich noch rund drei Viertel aller Angriffe im Umfeld solcher Demonstrationen. Im Jahr 2022 sank dieser Anteil auf knapp die Hälfte. Trotzdem sei der Rückgang keine wirkliche Entspannung. Mit 56 Angriffen gebe es immer noch vier Mal so viele Angriffe wie 2019 vor Beginn der Pandemie.

In Sachsen wurden mit elf Fällen die meisten registrierten Übergriffe verzeichnet, was in den Vorjahren auch der Fall war. Danach folgten Berlin mit neun Übergriffen sowie Bayern und Thüringen mit jeweils acht Fällen. (mit dpa)