Di., 21.04.2026 , 12:51 Uhr

Verkehrsbericht 2025 zeigt Rückgang bei Unfällen, aber mehr Todesopfer

Weniger Unfälle, mehr Tote in Chemnitz

Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz gab es 2025 weniger Unfälle, aber mehr Todesopfer. Hauptursachen bleiben Geschwindigkeit und Abstand.

Chemnitz – Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 leicht gesunken. Insgesamt wurden 21.908 Unfälle registriert, das sind 404 weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort, der bereits 2024 begonnen hatte.

Trotz des Rückgangs ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. 34 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben – zehn mehr als im Jahr zuvor. Bei 2.378 Unfällen mit Personenschaden wurden insgesamt 3.048 Menschen verletzt. Sowohl die Zahl der Schwerverletzten als auch der Leichtverletzten ging dabei zurück.

Die meisten Unfälle ereigneten sich im Erzgebirgskreis (33 Prozent), gefolgt vom Landkreis Mittelsachsen (31,2 Prozent) und der Stadt Chemnitz (30,6 Prozent). Ein kleiner Teil entfiel auf Autobahnabschnitte der A4 und A72.

Als häufigste Unfallursachen nennt die Polizei weiterhin ungenügenden Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit und Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot. Besonders bei schweren Unfällen spielt überhöhte Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle.

Auch Alkohol und andere berauschende Mittel bleiben ein Risiko im Straßenverkehr. 313 Unfälle wurden unter Alkoholeinfluss verursacht, dabei starben drei Menschen. In weiteren 77 Fällen bestand der Verdacht auf Drogenkonsum.

Die Zahl der Unfallfluchten ist leicht gesunken. Insgesamt wurden 4.881 Fälle registriert. Fast jeder fünfte Unfall endete damit, dass sich Beteiligte unerlaubt vom Unfallort entfernten. Knapp die Hälfte dieser Fälle konnte aufgeklärt werden.

Ein Blick auf einzelne Verkehrsteilnehmergruppen zeigt Unterschiede: 283 Kinder waren an Unfällen beteiligt, ein Kind kam ums Leben. Bei jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren wurden 3.543 Unfälle registriert. Fahrer über 65 Jahre waren an rund einem Drittel aller Unfälle beteiligt.

Bei Fahrrad- und Pedelecfahrern wurden 621 Unfälle erfasst. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Auch bei motorisierten Zweirädern blieb das Risiko hoch: Zehn Menschen starben bei entsprechenden Unfällen.

Die Polizei verstärkte im Jahr 2025 ihre Kontrollen. Insgesamt wurden 2.347 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, bei denen mehr als 34.000 Verstöße festgestellt wurden. Zudem wurden über 1.000 alkoholisierte Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizei kündigte an, auch künftig verstärkt auf Geschwindigkeitskontrollen und die Bekämpfung von Alkohol- und Drogeneinfluss im Straßenverkehr zu setzen.