Di., 17.03.2026 , 13:33 Uhr

Statistik zeigt Rückgang im ersten Schulhalbjahr 2025/2026

Weniger Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen

Der planmäßige Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen ist im ersten Schulhalbjahr 2025/2026 gesunken. Besonders deutlich verbesserte sich die Situation an Oberschulen.

Dresden - Der Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen ist im ersten Schulhalbjahr 2025/2026 zurückgegangen. Das geht aus der aktuellen Statistik hervor, die Kultusminister Conrad Clemens am Dienstag vorgestellt hat.

Demnach sank der planmäßige Unterrichtsausfall im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent. Insgesamt fielen im ersten Schulhalbjahr 3,3 Prozent der Unterrichtsstunden planmäßig aus. Im Schuljahr zuvor lag dieser Wert noch bei 3,7 Prozent.

Deutlicher Rückgang an Oberschulen

Besonders deutlich verbesserte sich die Situation an Oberschulen. Dort ging der planmäßige Unterrichtsausfall von 8 Prozent auf 5,9 Prozent zurück.

Auch an anderen Schularten gab es Verbesserungen. An Gymnasien sank der Ausfall von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent, an Förderschulen von 8,3 Prozent auf 7,9 Prozent.

Einen leichten Anstieg verzeichneten hingegen Grundschulen sowie Berufliche Schulzentren. An Grundschulen stieg der planmäßige Unterrichtsausfall von 0,9 Prozent auf 1,4 Prozent, an Beruflichen Schulzentren von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent.

Außerplanmäßiger Unterrichtsausfall nahezu unverändert

Neben dem planmäßigen Ausfall erfasst die Statistik auch außerplanmäßige Ausfälle, etwa durch Krankheit, Fortbildungen oder schulische Veranstaltungen.

Hier blieb die Situation im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Der Anteil stieg leicht von 5,7 Prozent auf 5,8 Prozent.

Minister sieht positive Entwicklung

Kultusminister Conrad Clemens sieht in den aktuellen Zahlen eine positive Entwicklung.
„Zum ersten Mal seit zehn Jahren sinkt der Unterrichtsausfall“, erklärte der Minister bei der Vorstellung der Statistik. Die Maßnahmen der vergangenen Jahre würden Wirkung zeigen, auch wenn weiterhin Verbesserungen notwendig seien.

SPD sieht Fortschritte und fordert weitere Maßnahmen

Auch aus der Landespolitik kommen Reaktionen auf die veröffentlichten Zahlen. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Gerald Eisenblätter, bewertete die Entwicklung positiv.

„Weniger Unterrichtsausfall ist mehr Bildungsgerechtigkeit. Das ist die gute Nachricht des Tages“, erklärte Eisenblätter. Die Anstrengungen der vergangenen Jahre würden sich langsam auszahlen. Nach seiner Einschätzung trügen insbesondere mehr grundständig ausgebildete Lehrkräfte zur besseren Unterrichtsversorgung bei.

Gleichzeitig forderte er weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Systems. Es sei wichtig, ausreichend Lehrerstellen bereitzustellen und die Ressourcen langfristig zu planen.

Auch bei der neuen Lehrkräftebedarfsprognose müsse darauf geachtet werden, dass Schulen ausreichend personelle Puffer erhielten. Darüber hinaus sprach sich Eisenblätter für zusätzliche Assistenzkräfte zur Unterstützung der Schulen aus, die dauerhaft und auf eigenen Haushaltsstellen beschäftigt werden könnten.

Die vollständige Statistik zum planmäßigen und außerplanmäßigen Unterrichtsausfall ist laut Kultusministerium schulscharf online einsehbar.