Mo., 13.04.2026 , 13:18 Uhr

Mehr Unfälle, aber Tiefststand bei den Getöteten im Direktionsbereich

Weniger Verkehrstote im Jahr 2025 in Bereich Leipzig

Die Polizeidirektion Leipzig hat ihren Verkehrsbericht 2025 vorgestellt. Die Zahl der Unfalltoten sank auf 30, während die Gesamtzahl der Unfälle leicht zunahm.

Leipzig - Die Polizeidirektion Leipzig hat den Verkehrsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt eine gemischte Entwicklung im Straßenverkehr: Während die Zahl der registrierten Unfälle leicht gestiegen ist, erreichte die Zahl der im Verkehr getöteten Menschen den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre.

Im Jahr 2025 registrierte die Polizeidirektion Leipzig insgesamt 23.972 Verkehrsunfälle. Im Vorjahr waren es 23.731. Gleichzeitig sank die Zahl der Getöteten von 38 im Jahr 2024 auf 30 im Jahr 2025. Damit wurde laut Polizeidirektion der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht.

Auch bei den Verletzten zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Die Zahl der Schwerverletzten ging auf 649 zurück, nach 676 im Vorjahr. Dagegen stieg die Zahl der Leichtverletzten auf 3.634. Im Jahr 2024 waren es 3.548. Insgesamt wurden 2025 im Zuständigkeitsbereich 4.313 Verunglückte erfasst, im Vorjahr waren es 4.262.

Besonders im Blick steht dabei die Stadt Leipzig. Hier stieg die Zahl der Verkehrsunfälle auf 12.956, nachdem 2024 noch 12.778 Unfälle registriert worden waren. Gleichzeitig sank in der Stadt Leipzig die Zahl der Verkehrstoten von elf auf acht.

Auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig, also auf den Abschnitten der A9, A14 und A38, wurde hingegen ein Rückgang der Unfälle festgestellt. Dort registrierte die Polizei 1.354 Verkehrsunfälle. Im Jahr 2024 waren es noch 1.406.

Als häufigste Ursachen für Unfälle mit Personenschaden nennt die Polizeidirektion weiterhin das Nichtbeachten der Vorfahrt mit 556 Fällen, ungenügenden Sicherheitsabstand mit 493 Fällen und Fehler beim Abbiegen mit 457 Fällen.

Sorge bereitet der Polizei weiterhin die Entwicklung bei berauschenden Mitteln im Straßenverkehr. Während die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss leicht auf 390 zurückging, stieg die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss von Drogen auf 123. Im Jahr 2024 waren es 108 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von rund 14 Prozent. Im Rahmen intensiver Kontrollen stellte die Polizei zudem insgesamt 1.347 Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss fest.

Polizeipräsident René Demmler wertete den Rückgang bei den Todesopfern als positive Entwicklung, betonte aber zugleich, dass jeder Tote im Straßenverkehr einer zu viel sei. Die sogenannte Vision Zero, also das Ziel, keine Getöteten im Straßenverkehr zu haben, bleibe weiterhin handlungsleitend. Mit Blick auf die steigenden Zahlen im Bereich der Drogenfahrten kündigte er an, die hohe Kontrollintensität fortzusetzen.

Der Verkehrsbericht der Polizeidirektion Leipzig umfasst die Stadt Leipzig sowie die Landkreise Leipzig und Nordsachsen. Damit zeichnet die Statistik ein umfassendes Bild des Verkehrsgeschehens in der Region und zeigt zugleich, in welchen Bereichen die Polizei weiteren Handlungsbedarf sieht.