Sa., 16.05.2026 , 21:26 Uhr

Inklusiv gewinnt 2026

Wenn Sport Grenzen verschiebt

Es ist ein Wettkampf der besonderen Art. Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam an der Startlinie, auf dem Feld und im Wasser. Bei Inklusiv gewinnt soll der Sport neu gedacht werden, ein Zeichen gesetzt und Inklusion sichtbar gemacht werden.

Sport als verbindendes Erlebnis

Auf dem Sportcampus der Universität Leipzig wurde heute sichtbar, wie viel Kraft im gemeinsamen Sport steckt. Bei Inklusiv Gewinnt Leipzig traten Menschen mit und ohne Behinderung miteinander an, feuerten sich an und zeigten, dass Leistung, Teamgeist und Fairness keine Grenzen kennen.

Vier Sportarten, ein gemeinsamer Gedanke

Im Mittelpunkt standen vier Sportarten: Fußball, Schwimmen, 3x3 Basketball und Judo. Mit dabei waren unter anderem Athleten aus dem paralympischen, deaflympischen und inklusiven Sport. Besonders spannend: Auf dem Fußballplatz spielten unter anderem Amputierten-Kicker, hörgeschädigte und sehbehinderte Spieler gemeinsam in Mixed-Teams. Beim Judo standen blinde und sehende Athleten direkt im Duell gegenüber.

 

Prominentes Teilnehmerfeld

Im Fußball war RB Leipzig als Partner eingebunden. Auf dem Platz spielten unter anderem Akteure der deutschen Nationalmannschaft der Amputierten-Kicker sowie hörgeschädigte und sehbehinderte Spieler gemeinsam in zwei Mixed-Teams. Im Schwimmen gingen mit Elena Semechin und Taliso Engel zwei Paralympics-Champions an den Start.

Ergänzt wurde das Feld durch die Deutschen Meister Leni von Bonin und Louis Schubert, Deaflympics-Weltmeister Lars Kochmann sowie Goldmedaillen-Gewinner der World Games 2025 im FinSwimming. Beim 3x3 Basketball wurde das Turnier unter anderem vom MBC, den Uniriesen Leipzig, dem Leipziger Rolli-Team und den Niners Chemnitz unterstützt.

Begegnung statt Berührungsangst

Auch abseits der Wettkämpfe wurde der Tag zu einem großen Begegnungsfest. Beim Familienfest konnten Besucher selbst aktiv werden, Neues ausprobieren und erleben, wie Inklusion im Alltag funktionieren kann: nicht theoretisch, sondern ganz praktisch, sportlich und mit viel Energie.


Herzensangelegenheit für Katarina Witt

Organisiert wird das Event seit Jahren von Schirmherrin und Olympiasiegerin Katarina Witt. Zusammen mit Torsten Püschel und Hagen Boßdorf soll das Event Inklusion nicht nur zu erklären, sondern durch Sport, Begegnung und gemeinsames Erleben sichtbar zu machen.

Ein starkes Zeichen aus Leipzig

Inklusiv Gewinnt war damit mehr als ein Sportevent. Es war ein starkes Zeichen aus Leipzig für mehr Teilhabe, gegenseitigen Respekt und echte Begegnung. Denn am Ende ging es nicht nur darum, wer zuerst ins Ziel kommt oder gewinnt. Es ging darum, gemeinsam anzutreten und zu zeigen, ganz egal ob mit oder ohne Behinderung, beim Sport können Grenzen verschoben werden.