Leipzig - Der plötzliche Wetterumschwung und die steigenden Temperaturen sorgen aktuell für ein zunehmendes Problem in sächsischen Gewässern: Schlechte Badewasserqualität durch Blaualgen und Zerkarien. Besonders betroffen sind Gewässer wie der Deetzer Teich und der Muldestausee, wo der Landkreis Anhalt-Bitterfeld den Badegästen ausdrücklich vom Schwimmen abrät. Die Blaualgen, die durch die hohen Temperaturen begünstigt werden, können gesundheitsschädlich wirken und das Baden gefährlich machen.
Auch im Saale-Orla-Kreis wird vor dem Baden im Bleilochstausee bei Schleiz gewarnt, da auch dort ein Verdacht auf Blaualgenbefall besteht. Der Landkreis weist darauf hin, dass sich Blaualgen unter bestimmten Bedingungen schnell vermehren und giftige Substanzen freisetzen können, die Haut- oder Augenreizungen verursachen können.
Ein weiteres Problem tritt im Naturbad Mockritz in Dresden auf: Der plötzliche Temperaturanstieg hat dort eine Zunahme von Zerkarien verursacht. Diese winzigen Würmer können bei Kontakt mit der Haut Entzündungen hervorrufen, was dazu führt, dass das Bad vorübergehend geschlossen bleibt. Betreiber des Naturbades erklärten, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Zerkarien ergriffen werden müssen.
In den kommenden Tagen sind erneut hohe Temperaturen angekündigt, teils über 30 Grad, was das Problem weiter verstärken könnte. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor der anhaltenden Hitzewelle in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die zu weiteren Wasserproblemen führen könnte.
Für alle, die dennoch die Hitze in Gewässern genießen wollen, bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wasserqualität schnell wieder verbessert. Bis dahin bleibt den Badenden nur der Hinweis, sich über lokale Warnungen und die Badewasserqualität zu informieren, um gesundheitlichen Risiken zu entgehen.