Do., 24.09.2026 , 12:10 Uhr

Polizei warnt vor übernommenen Konten und Geldforderungen

WhatsApp-Betrug: Zwölf Fälle in Westsachsen

Seit Mitte August sind der Polizeidirektion Zwickau zwölf Fälle bekannt geworden, bei denen Betrüger WhatsApp-Konten übernommen haben. Die Schäden liegen jeweils zwischen 500 und 615 Euro.

Zwickau - Die Polizeidirektion Zwickau warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche über WhatsApp. Täter verschaffen sich dabei Zugriff auf Konten und schreiben anschließend im Namen der Betroffenen deren Kontakte an. Ziel ist es, unter verschiedenen Vorwänden Geld zu erhalten.

Nachrichten wirken zunächst vertrauenswürdig

Nach Angaben der Polizei erhalten Betroffene zunächst Nachrichten, die scheinbar von ihnen bekannten Personen stammen. Darin werden sie beispielsweise gebeten, bei einer Online-Abstimmung oder einer Umfrage für Sportler teilzunehmen oder eine Person bei einer Abstimmung zu unterstützen.

Im weiteren Verlauf sollen die Empfänger einen Link öffnen, einen QR-Code scannen oder weitere Schritte ausführen. Tatsächlich ermöglichen diese Handlungen den Tätern, Zugriff auf das WhatsApp-Konto zu bekommen oder ein fremdes Gerät mit dem Account zu verknüpfen.

Täter schreiben Kontakte im Namen der Opfer an

Ist die Übernahme gelungen, können die Täter auf den Account zugreifen und dessen Kontakte anschreiben. Dabei bitten sie unter verschiedenen Vorwänden um Geld.

Für die Empfänger können die Nachrichten besonders glaubwürdig wirken, da sie tatsächlich über das WhatsApp-Konto einer bekannten Person verschickt werden.

Seit Mitte August wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Zwickau zwölf solcher Fälle bekannt. Nach Polizeiangaben liegen die jeweiligen Schadenssummen zwischen 500 und 615 Euro.

Polizei warnt vor Links und QR-Codes

Die Polizei rät dazu, bei unerwartet zugesandten Links, QR-Codes und Aufforderungen zu Online-Abstimmungen besonders vorsichtig zu sein. Unbekannte QR-Codes sollten nicht gescannt und Links nur geöffnet werden, wenn Herkunft und Zweck geprüft wurden.

Auch Verifizierungs- oder Sicherheitscodes sollten nicht weitergegeben werden. Nutzer sollten zudem regelmäßig kontrollieren, welche Geräte mit ihrem WhatsApp-Konto verbunden sind, und unbekannte Verbindungen entfernen.

Wer von einem bekannten Kontakt unerwartet um Geld gebeten wird, sollte vor einer Zahlung über einen anderen Kommunikationsweg Rücksprache halten.

Wurde ein WhatsApp-Konto bereits übernommen, empfiehlt die Polizei, die eigenen Kontakte möglichst schnell über einen anderen Weg zu warnen. Verdächtige Nachrichten, Telefonnummern, Zahlungsdaten und Belege sollten gesichert und der Polizei gemeldet werden.