Di., 12.05.2026 , 13:43 Uhr

E-Commerce-Boom sorgt für mehr Aufwand beim deutschen Zoll

Zoll fertigt deutlich mehr Pakete ab

Der deutsche Zoll hat 2025 deutlich mehr Warensendungen abgefertigt. Grund ist vor allem der wachsende internationale Onlinehandel.

Leipzig - Der E-Commerce-Boom sorgt beim deutschen Zoll für deutlich mehr Arbeit. Im vergangenen Jahr wurden knapp 790 Millionen Warensendungen mit einem Gesamtwert von 1,4 Billionen Euro abgefertigt. Das teilte der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, bei der Vorstellung der Jahresbilanz auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit.

Im Jahr 2024 waren es noch 595 Millionen Sendungen mit einem Warenwert von 1,3 Billionen Euro. Der deutliche Anstieg wird vor allem auf den internationalen Onlinehandel zurückgeführt, insbesondere auf Versandhändler aus China.

Der Zoll kontrolliert Warensendungen unter anderem auf Produktpiraterie, Artenschutzverstöße und verbotene Arzneimittel. Zudem ist die Behörde für die Erhebung von Einfuhrumsatzsteuern und Zollabgaben zuständig.

Mit der wachsenden Zahl an Paketen steigen auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kündigte an, den Zoll in diesem Jahr mit 1.500 zusätzlichen Kräften zu verstärken. Derzeit arbeiten bundesweit rund 49.000 Menschen beim Zoll.

Die Jahresbilanz wurde am Flughafen Leipzig/Halle vorgestellt. Der Standort spielt im internationalen Warenverkehr eine wichtige Rolle und steht damit beispielhaft für die zunehmenden Herausforderungen durch den grenzüberschreitenden Onlinehandel.