Dresden - In Leipzig und Umgebung ist den Zollbehörden ein bedeutender Schlag gegen die illegale Tabakproduktion gelungen. Wie das Zollfahndungsamt Dresden mitteilte, durchsuchten Einsatzkräfte gemeinsam mit dem Hauptzollamt Dresden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig am gestrigen Tag insgesamt acht Objekte.
Im Mittelpunkt stehen sieben Beschuldigte, die im Verdacht stehen, aus Rauchtabak, Glycerin, Zucker, Zitronensäure und Aromastoffen unversteuerten Wasserpfeifentabak hergestellt und anschließend in mutmaßlich gefälschte Verpackungen abgefüllt zu haben. Der so produzierte Tabak soll anschließend gewinnbringend verkauft worden sein.
Bei dem Einsatz, an dem rund 70 Beschäftigte beteiligt waren, stellten die Ermittler umfangreiches Material sicher: 250 Kilogramm Rauchtabak, 400 Liter Glycerin, weitere Grundstoffe, gefälschtes Verpackungsmaterial sowie mindestens 250 Kilogramm des bereits hergestellten Wasserpfeifentabaks. Zusätzlich wurden Bargeld, elektronische Beweismittel und Gerätschaften zur Herstellung beschlagnahmt.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der bandenmäßigen Steuerhinterziehung dauern an. Zuständig sind die Staatsanwaltschaft Leipzig und das Zollfahndungsamt Dresden.