Di., 28.07.2026 , 14:16 Uhr

Die über 20 Jahre alte Löwin litt an einer unheilbaren Nierenerkrankung

Zoo Dresden nimmt Abschied von Löwin Layla

Der Zoo Dresden hat Löwin Layla einschläfern lassen. Ihr Zustand hatte sich zuletzt stark verschlechtert. Sohn Damien bleibt vorerst allein.

Dresden - Der Zoo Dresden trauert um Löwin Layla. Das mehr als 20 Jahre alte Tier wurde eingeschläfert, nachdem sich sein gesundheitlicher Zustand innerhalb weniger Tage deutlich verschlechtert hatte. Die Entscheidung sei getroffen worden, um der Löwin weiteres Leiden zu ersparen, teilte der Zoo mit.

Layla hatte sich trotz ihres hohen Alters lange überwiegend gesund gezeigt. Gelegentlich habe es jedoch kurze Phasen gegeben, in denen sie abgeschlagen und weniger ausgeglichen wirkte.

Nierenerkrankung bereits 2023 festgestellt

Bei mehreren Zahnbehandlungen im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Zoos auch die Blutwerte der Löwin untersucht. Dabei hätten sich erste Hinweise auf eine beginnende Nierenerkrankung ergeben. Diese sei zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend ohne erkennbare Symptome verlaufen.

Da die Erkrankung nicht heilbar war, rechneten die Verantwortlichen damit, dass sich Laylas Gesundheitszustand langfristig verschlechtern könnte.

In den vergangenen Monaten verlor die Löwin zunehmend an Körpermasse. Zudem fraß sie häufiger weniger und zeigte Phasen mit reduziertem Wohlbefinden.

Zustand verschlechterte sich rapide

In den Tagen vor ihrem Tod verschlechterte sich Laylas Allgemeinzustand nach Angaben des Zoos schnell und erheblich. Die Löwin sei müde und teilnahmslos gewesen und habe keine Nahrung mehr aufgenommen. Als mögliche Ursache nennt der Zoo Übelkeit.

Bereits geringe Belastungen hätten das Tier stark angestrengt. Zuletzt sei Layla nahezu vollständig apathisch gewesen. Der Zoo entschied sich deshalb gemeinsam mit den zuständigen Fachleuten dazu, die Löwin einzuschläfern.

Seit 2007 im Zoo Dresden

Layla wurde am 15. November 2005 im Zoo Amsterdam in den Niederlanden geboren. Dort wuchs sie gemeinsam mit weiteren jungen Löwen auf.

Am 25. Juli 2007 kam sie in den Zoo Dresden. Gemeinsam mit Löwenkater Jago bezog sie die damals neu eröffnete Löwenanlage im historischen Raubtierfelsen.

Im Jahr 2012 wurden die Zwillinge Abaja und Damien geboren. Damit bestand das Dresdner Löwenrudel zeitweise aus vier Tieren.

Nach dem Tod von Jago im April 2022 habe sich Layla innerhalb der Gruppe zunehmend souverän gezeigt und für Ruhe gesorgt. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger beschrieben sie als selbstbewusstes und freundliches Tier.

Sohn Damien bleibt vorerst allein

Mit Laylas Tod lebt nur noch ihr 2012 geborener Sohn Damien im Zoo Dresden. Da er zunächst ohne einen Artgenossen auskommen muss, soll er nach Angaben des Zoos besonders intensiv von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern betreut werden.

Wie es langfristig mit Damien weitergeht, ist noch offen. Der Zoo will verschiedene Möglichkeiten im Rahmen interner Beratungen prüfen. Eine konkrete Entscheidung wurde bislang nicht bekannt gegeben.