Dresden - Sachsen kann in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Mitteln für den sozialen Wohnungsbau rechnen. Das Infrastrukturministerium des Freistaates bestätigte, dass im Jahr 2025 etwa 149,5 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Der Bund hat in seinem Haushaltsentwurf für 2025 bereits 3,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau eingeplant, was eine positive Entwicklung darstellt. Für 2026 und 2027 sind weitere Mittel in Höhe von 4 Milliarden Euro bzw. 5 Milliarden Euro vorgesehen. Dies könnte für Sachsen ein wichtiger Schritt sein, um dem landesweiten Mangel an Sozialwohnungen entgegenzuwirken.
Jedoch bleibt ein wichtiger Punkt ungelöst: Wie viel muss der Freistaat selbst zu den Mitteln beisteuern? Die Kofinanzierung spielt eine zentrale Rolle, denn Sachsen könnte nur dann von den Bundesmitteln profitieren, wenn mindestens 40 Prozent der Gelder durch Landesmittel aufgebracht werden. Ein Vorstoß von Juliane Nagel, Politikerin der Linken, fordert, dass Sachsen alle Bundesgelder durch eine Kofinanzierung absichert und mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau investiert. Sie bemängelt, dass in den letzten Jahren lediglich 2.141 Sozialwohnungen gebaut wurden, obwohl die tatsächliche Nachfrage bei mindestens 11.095 Sozialwohnungen liege.
Die von Nagel geforderte stärkere Unterstützung für die sogenannten "Speckgürtel" von Städten wie Dresden und Leipzig wird ebenfalls betont. Menschen mit geringen bis mittleren Einkommen geraten zunehmend unter Druck, da die Mieten stetig steigen und der Wohnraum immer knapper wird. In diesem Zusammenhang fordert Nagel ein dringendes Handeln der Landesregierung, um den Bau neuer Sozialwohnungen zu fördern.
Die geplanten Mittel des Bundes für den sozialen Wohnungsbau bis 2029 umfassen insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro, und Sachsen steht nun in der Verantwortung, seine Kofinanzierung zu sichern, um von diesen Mitteln zu profitieren.