Dresden - Zwei Kellerbrände im selben Mehrfamilienhaus an der Haydnstraße in Striesen haben Feuerwehr und Rettungsdienst innerhalb von 24 Stunden beschäftigt. In beiden Fällen gerieten Kellerabteile aus bislang ungeklärter Ursache in Brand.
Der erste Einsatz ereignete sich am Montag, dem 20. Juli 2026, zwischen 5:02 Uhr und 6:30 Uhr. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte es in einem Bereich des Kellers gebrannt.
Noch in der folgenden Nacht wurden die Einsatzkräfte erneut zu dem Gebäude alarmiert. Der zweite Einsatz begann am 20. Juli um 23:54 Uhr und dauerte bis zum 21. Juli um 1:53 Uhr. Dieses Mal brannte es in einem anderen Bereich des Kellers.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Treppenraum des Mehrfamilienhauses erneut stark verraucht. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner hatten das Gebäude bereits selbstständig verlassen.
Drei weitere Personen machten sich an geöffneten Fenstern bemerkbar. Bei einer von ihnen bestand der Verdacht, Rauch eingeatmet zu haben. Im Keller waren nach Angaben der Einsatzkräfte offene Flammen und eine starke Rauchentwicklung sichtbar.
Zwei Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Sie übernahmen sowohl die Brandbekämpfung als auch die Kontrolle der betroffenen Bereiche und löschten das Feuer mit einem Strahlrohr.
Parallel dazu setzte die Feuerwehr einen Hochleistungslüfter ein. Damit wurde der Treppenraum belüftet und vom gesundheitsschädlichen Brandrauch befreit.
Die Einsatzkräfte brachten fünf Personen aus angrenzenden Wohnungen ins Freie. Eine Person wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst untersucht.
Eine Verletzung wurde dabei nicht festgestellt. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Nach Abschluss der Löscharbeiten und der weiteren Einsatzmaßnahmen übergab die Feuerwehr den Brandort an den Kriminaldauerdienst der Polizei. Die Polizei nahm Ermittlungen zur bislang ungeklärten Ursache beider Kellerbrände auf.
Bei jedem der beiden Einsätze waren jeweils 30 Einsatzkräfte beteiligt. Sie kamen von den Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen und Altstadt. Außerdem waren der U-Dienst und der B-Dienst im Einsatz.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung und prüft dabei einen Zusammenhang beider Fälle.