Zwickau – Erzgebirge Aue hat den Sachsenpokal gewonnen. Der Drittliga-Absteiger setzte sich im brisanten Westsachsen-Duell beim Regionalligisten FSV Zwickau mit 2:0 durch. Für Aue ist es der erste Pokalsieg auf Landesebene seit zehn Jahren und insgesamt der fünfte Titel in diesem Wettbewerb.
Vor 9.686 Zuschauern im ausverkauften GGZ-Stadion brachte Jamilu Collins die Erzgebirger in der 31. Minute in Führung. Marcel Bär sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung und traf zum 2:0-Endstand. Zwickau drängte nach der Pause auf den Ausgleich, blieb im Abschluss aber zu ungenau. Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Gunnar Martens per Freistoß nur das Lattenkreuz.
Das Duell galt wegen der Rivalität beider Fanlager als Hochrisikospiel. Sportlich startete die Partie mit viel Tempo: Zwickau hatte früh die Chance zur Führung, auf der Gegenseite musste FSV-Keeper Lucas Hiemann gegen Erik Majetschak stark parieren. Die Führung für Aue fiel nach einem Steilpass von Luan Simnica, den Collins mit einem Lupfer über Hiemann verwertete.
Auch auf den Trainerbänken steckte reichlich Derbygeschichte. Aues neuer Cheftrainer Khvicha Shubitidze hatte 2002 im Sachsenpokal-Finale noch für Zwickau gegen Aue gespielt. FSV-Trainer Rico Schmitt wiederum führte Aue einst 2010 in die 2. Bundesliga. Auf der Tribüne verfolgte zudem Danny Röhl das Finale und drückte seinem Heimatverein FSV Zwickau die Daumen.