Do., 25.06.2026 , 13:47 Uhr

SachsenEnergie ruft zum sparsamen Umgang mit Wasser auf

Hitze in Dresden: Trinkwasser gesichert

Trotz erwarteter Höchsttemperaturen ist die Trinkwasserversorgung in Dresden gesichert. SachsenEnergie bittet dennoch darum, Wasser bewusst zu nutzen.

Dresden - Für das bevorstehende Wochenende werden in Deutschland und auch in Dresden sehr hohe Temperaturen erwartet. Mit der Hitze steigt erfahrungsgemäß auch der Wasserverbrauch. Nach Angaben von SachsenEnergie verbrauchten die Dresdnerinnen und Dresdner am vergangenen heißen Wochenende im Schnitt rund 160.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag. Der übliche Durchschnittswert liegt demnach bei 117.000 Kubikmetern täglich. Auch für das kommende Wochenende rechnet das Unternehmen erneut mit einem hohen Verbrauch.

SachsenEnergie betont zugleich, dass die Trinkwasserversorgung für Dresden und das Umland gesichert ist. Grund dafür sei die breite Aufstellung der Versorgung. Rund 60 Prozent des Trinkwassers stammen aus dem Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle im Osterzgebirge. Weitere 40 Prozent werden aus Uferfiltrat der Elbe und aus Grundwasser gewonnen. Diese unterschiedlichen Quellen sollen auch in Trocken- und Hitzeperioden eine hohe Versorgungssicherheit gewährleisten.

Das Unternehmen verweist außerdem auf laufende Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Wasserinfrastruktur. Dazu gehört die geplante Trennung von Trinkwasser- und Industriewasserversorgung. Unter anderem ist ein eigenes Flusswasserwerk in Übigau geplant. Damit soll die Trinkwasserversorgung langfristig entlastet und zukunftssicher aufgestellt werden. Zudem baut SachsenEnergie das bestehende Trinkwassersystem aus und erneuert das Leitungsnetz. Nach Unternehmensangaben konnten dadurch in den vergangenen Jahren Wasserverluste im Versorgungssystem deutlich reduziert werden.

Seit dem 24. Juni und bis zum 31. Oktober 2026 gilt in Dresden außerdem ein Entnahmeverbot aus oberirdischen Gewässern. Dieses wurde von der Unteren Wasserbehörde der Landeshauptstadt Dresden angeordnet. Betroffen ist nicht die Entnahme von Trinkwasser aus dem Wasserhahn. SachsenEnergie weist jedoch darauf hin, dass Trinkwasser auch weiterhin eine wertvolle und endliche Ressource bleibt. Anhaltende Hitze und ausbleibender Niederschlag belasten die verfügbaren Wassergewinnungsressourcen zunehmend.

Deshalb appelliert SachsenEnergie an Bürger und Unternehmen, Trinkwasser bewusst und sparsam zu nutzen. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass insbesondere an heißen Tagen auf eine ausreichende Wasserzufuhr nicht verzichtet werden sollte.

Zum Wassersparen empfiehlt SachsenEnergie unter anderem, Pflanzen möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu gießen, um Verdunstungsverluste zu verringern. Außerdem sollte gezielt statt flächig bewässert werden. Selteneres, dafür durchdringendes Gießen könne die Wurzeln stärken und Wasser sparen. Für die Gartenbewässerung eignet sich zudem gesammeltes Regenwasser aus Regentonnen.

Auch bei der Rasenpflege rät SachsenEnergie zu mehr Zurückhaltung. Rasenflächen müssten in Hitzeperioden nicht dauerhaft grün gehalten werden, da sie sich in der Regel wieder erholen. Im Haushalt kann Wasser gespart werden, indem kürzer geduscht statt gebadet wird und Waschmaschine sowie Geschirrspüler nur voll beladen laufen. Beim Zähneputzen oder Einseifen sollte das Wasser nicht unnötig weiterlaufen. Auch Poolfüllungen sollten bewusst überdacht werden.

Neben der Wasserversorgung rückt bei der aktuellen Hitzewelle auch der Gesundheitsschutz in den Fokus. Die BARMER hat ab sofort eine medizinische Hotline für alle Interessierten geschaltet. Unter der Rufnummer 089 480 595 84 beantworten Ärzte des BARMER-Teledoktors Fragen zum richtigen Verhalten bei Hitze. Dabei geht es unter anderem um Trinkmenge, Sonnenschutz, Medikamenteneinnahme, Sonnenbrand, Abkühlung und einrichtungsspezifische Fragen, etwa von Kitas. Die Hotline ist täglich von 6 bis 24 Uhr erreichbar, kostenfrei und steht allen Interessierten offen.

BARMER-Landesgeschäftsführerin Dr. Claudia Beutmann weist darauf hin, dass hohe Temperaturen besonders für Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit Kreislaufproblemen gefährlich werden können. Gerade ältere Menschen sollten ausreichend trinken, da das Durstempfinden mit zunehmendem Alter nachlasse.

Auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens reagiert auf die hohen Temperaturen. Viele sächsische Kirchen sind an heißen Tagen für Besucher geöffnet und bieten kühle Orte zum Verweilen. Die Landeskirche hat Kirchgemeinden gebeten, Kirchen nach Möglichkeit zu öffnen und auf diese Angebote öffentlich hinzuweisen.

In Leipzig öffnen viele Kirchgemeinden ihre Kirchen für Besucher und laden dazu ein, die Räume als Orte der Ruhe zu nutzen. Sie sollen Möglichkeiten zum Abkühlen, Durchatmen, Ausruhen oder für einen Moment der Stille bieten. Auch in Dresden sind geöffnete Kirchen in der Karte der Landeshauptstadt als kühle Orte eingetragen. In Chemnitz und Annaberg-Buchholz gibt es ebenfalls Kirchen mit regelmäßigen Öffnungszeiten.

Da nicht jede Kirche regelmäßig geöffnet ist, empfiehlt die Landeskirche, sich vor Ort über die jeweiligen Öffnungszeiten zu informieren.

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